at 20:15 on Arte
Seit 20 Jahren arbeiten Bruno und Malik im Großraum Paris mit Menschen, die durch das gesellschaftliche Raster fallen. Bruno leitet eine private Einrichtung für schwer autistische Kinder und Jugendliche, die von staatlichen Heimen oft abgewiesen werden.
Malik bildet junge Männer aus schwierigen sozialen Verhältnissen zu Betreuern aus und bindet sie in die tägliche Arbeit mit den Schützlingen ein.
Gemeinsam schaffen die beiden ein ungewöhnliches Netzwerk, das dort einspringt, wo das System nicht mehr weiterweiß. Dabei geraten vor allem zwei Jugendliche in den Blick: Joseph, der Fortschritte gemacht hat, aber in der Métro immer wieder die Notbremse zieht, und Valentin, dessen heftige Selbstverletzungen jede Betreuung zur Herausforderung machen.
Zugleich wächst die Verantwortung für die jungen Betreuer, die bei Malik eine neue Perspektive finden sollen. Doch je erfolgreicher und bekannter Brunos und Maliks Institution wird, desto stärker geraten ihre Methoden unter Druck.
Die Gesundheitsbehörde prüft die Arbeit der Einrichtung kritisch; Vorschriften und Kontrollinstanzen drohen das innovative System zu kippen. "Alles außer gewöhnlich" ist eine französische Sozialkomödie von Éric Toledano und Olivier Nakache, den Machern des Sensationserfolgs "Ziemlich beste Freunde".
Ein berührender, auf wahren Begebenheiten beruhender Film über Freundschaft, Solidarität und soziale Gerechtigkeit mit dem französischen Charakterdarsteller Vincent Cassel ("Black Swan", "Mon Roi") in der Hauptrolle. Die Zeitschrift "filmdienst" urteilt über den Film: "Die mit dezentem Humor und einer großen Leichtigkeit inszenierte Dramödie stützt sich auf reale Vorbilder und eine mehrjährige Beobachtung des Alltags in der Einrichtung des Vereins 'Le Silence de Justes'.
Auf spielerische und höchst unterhaltsame Weise trägt der Film zum Abbau von Berührungsängsten bei und leistet insbesondere viel für das Verständnis von Autismus." Zum Regieduo Toledano/Nakache schreibt die "Süddeutsche Zeitung": "Reale Vorbilder, echte Schicksale sind wichtig für sie, andernfalls könnte man ihre Erzählungen von Schwerbehinderungen oder sozialem Engagement schnell als Lehrstücke abtun.
Die beiden Regisseure haben aber ein ziemlich gutes Gespür dafür, wie solche Themen zu verfilmen sind: Lebensnah und temporeich, mit möglichst viel Humor und ohne jede Rührseligkeit.
Das schafften sie bei 'Ziemlich beste Freunde', aber auch bei 'Heute bin ich Samba' (...) und jetzt auch in 'Alles außer gewöhnlich'."