15:30: The Big Lebowski | Arte | 6/6 2026 Arte
15:30 - 17:25
4 Stunden

The Big Lebowski

at 15:30 on Arte

Spielfilm USA/Großbritannien 1998

Los Angeles, 1991: Jeff Lebowski, von allen nur der Dude genannt, verbringt seine Tage, indem er White Russians trinkt, Marihuana raucht, in der Wanne liegt oder mit seinen Freunden Donny und Walter Bowling spielt.

Seine Hippie-Idylle wird getrübt, als zuhause zwei Schläger auf ihn warten. Sie haben ihn mit einem reichen Namensvetter verwechselt.

Der Dude sucht den Millionär auf, um Schadensersatz zu fordern. Zwar kann er nur einen Teppich abstauben, aber er macht die Bekanntschaft mit Jeff Lebowskis reizender junger Frau Bunny.

Als diese entführt wird, vermutet ihr Ehemann die beiden Schläger hinter der Tat, die den Dude überfallen haben.

Er soll nun die Lösegeldübergabe organisieren. Dass der Dude seinen vom Vietnamkrieg traumatisierten, in Waffen vernarrten Freund Walter in die Sache einweiht, stellt sich bald als großer Fehler heraus.

Denn als Walter die Geldübergabe verpatzt, steht dem Dude bei seiner Suche nach den verschwundenen Millionen ein skurriler Trip durch Los Angeles bevor ... Mit "The Big Lebowski" schufen die Brüder Ethan und Joel Coen einen Kultfilm, der sowohl den Hollywoodmainstream als auch Subkulturen der 90er Jahre genüsslich persifliert.

Die Hauptfiguren Walter und Dude wurden für eine ganze Generation von Kinogängern zu Ikonen. Für "The Big Lebowski" arbeiteten Ethan und Joel Coen, die zwei Jahre zuvor mit dem Drehbuch zu "Fargo" den Oscar gewonnen hatten, erneut mit alten Bekannten zusammen: Verantwortlich für die Musik war einmal mehr Carter Burwell, hinter der Kamera stand Roger Deakins, und auch Steve Buscemi, der in "Fargo" den kleinkriminellen Carl gab, tritt diesmal als Donny auf.

ARTE zeigt direkt im Anschluss "A Serious Man". Beide Filme sind Teil der Reihe "Best of Cohen Brothers", in der "O Brother, Where Art Thou? Eine Mississippi-Odyssee" am 6.

November "Fargo" und "Blut für Blut" am 11. November sowie "Hudsucker - Der große Sprung" am 13.

November ausgestrahlt werden. * Schwerpunkt: Best of Coen Brothers Skurrile Charaktere, zitatenreife Sprüche, eine perfekte Cinematographie und Geschichten, die mit jedem neuen Film den vorherigen an Originalität und Überraschungsmomenten noch zu übertreffen scheinen - der Stil der Werke von Joel und Ethan Coen, kurz: die Coen-Brüder, hat ohne Zweifel enormen Wiedererkennungswert.

Die Söhne zweier Collegeprofessoren sind Universitätsabsolventen - Joel Coen studierte Film an der New York University, Ethan Coen hat einen Abschluss in Philosophie in Princeton gemacht - und stammen somit aus dem jüdisch-intellektuellen Milieu.

Ihre Filme jedoch funktionieren auf vielen Ebenen: Sie bieten reichlich Stoff für Interpretationen, haben aber gleichzeitig einen enormen Unterhaltungswert.

Ihnen gelingt stets aufs Neue das Kunststück, Autoren- und Unterhaltungskino zu einer innovativen Mischung zu verschmelzen, die ein breites Publikum anspricht.

Einige ihrer Filme gewannen die höchsten Preise sowohl in Hollywood als auch in Cannes. Sie sind die wahren amerikanischen Auteurs. ARTE zeigt im November zwei Wochen lang ein Best-of ihrer Filme.

Den Anfang macht am 4.

November "The Big Lebowski" in welchem Jeff Bridges als der "Dude" mit einem reichen Millionär verwechselt und in einen wahnwitzigen Entführungsfall verwickelt wird.

Im direkten Anschluss zeigt "A Serious Man" die Auseinandersetzung der Filmemacher mit ihren jüdischen Wurzeln. Am 6.

November folgt mit "O Brother, Where Art Thou? - Eine Mississippi-Odyssee" mit George Clooney in der Hauptrolle eine moderne Odyssee im Bundesstaat Mississippi zu Zeiten der Großen Depression - urkomisch.

Die zweite Woche eröffnet "Fargo", der Film, der den Brüdern zum Durchbruch verhalf. Frances McDormand brilliert in ihrer Rolle als hochschwangere lokale Polizeiinspektorin bei der Aufklärung dreier Morde.

Thematik und Motive von "Fargo" finden sich schon in "Blood Simple", dem im Anschluss gesendeten Debüt der Coen-Brüder: der eifersüchtige Ehemann Marty setzt auf seine Frau Abby und ihren Liebhaber einen Auftragskiller an.

Eine blutjunge Frances McDormand - übrigens die Frau von Joel Coen - spielt die von Verfolgungsängsten geplagte Abby.

Den Abschluss der Reihe bildet "Hudsucker - Der Große Sprung", in dem Tim Robbins im New York der 50er Jahre auf skurrile Weise vom naiven Collegeabsolventen und Briefsortierer der Firma Hudsucker zu deren Firmenchef aufsteigt.

Der Film karikiert genüsslich das Konzept des amerikanischen Traums und ist eine Hommage an die Screwball-Comedy.

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