19:40: Re: Zwischen zwei Welten - Geflüchtete aus der Ukraine | Arte | 9/24 2026 Arte
19:40 - 20:15
4 Stunden

Re: Zwischen zwei Welten - Geflüchtete aus der Ukraine

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Deutschland 2026

Schlafsäcke, einen Wasserkocher, ein paar Kleidungsstücke für ihre beiden Kinder - viel mehr konnte Hanna nicht einpacken, bevor sie nach Deutschland floh.

Sie wusste weder, wohin die Reise geht, noch was sie dort erwartet. Eine Ungewissheit, die anhält. Nur eine halbe Stunde blieb Hanna Maksiuta, als sie aufbrach, um ihre Heimat zu verlassen.

Ihr Mann und ihre Eltern blieben zurück. Heute lebt sie in Schondorf am Ammersee und hofft, bald wieder als Maschinenbauingenieurin arbeiten zu können.

Doch obwohl Deutschland viel in die Arbeitsmarktintegration investiert und in hochqualifizierten Geflüchteten wie Hanna eine Antwort auf den Fachkräftemangel sieht, bleibt der Einstieg schwierig. Ukrainische Geflüchtete profitieren EU-weit von einer besonderen Regelung: Statt eines langwierigen Asylverfahrens erhalten sie vorübergehenden Schutz.

In Deutschland ermöglicht dieser Status einen schnellen Zugang zu Aufenthalt, Arbeit, Bürgergeld sowie Sprach- und Integrationskursen. Polen setzt stattdessen auf eine schnelle Integration über Arbeit.

2025 lag die Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter dort mit rund 70 Prozent doppelt so hoch wie in Deutschland. Doch auch in Polen verändert sich die Stimmung.

Die Regierung verschärft den Ton, Leistungen werden eingeschränkt. Gleichzeitig wächst die Debatte über Unterstützung und Zusammenhalt. Grzegorz Żulewski aus Opole betreibt zwei Bars und vermietet Apartments.

Ohne ukrainische Arbeitskräfte wäre dieser Erfolg kaum möglich. Er setzt auf Zusammenarbeit und kann sich die Zukunft seines Unternehmens ohne seine ukrainischen Mitarbeitenden nicht vorstellen.

Doch auch in der Kleinstadt zeigen sich erste Anzeichen, dass die Solidarität nachlässt.

Je länger der Krieg dauert, desto drängender wird die Frage: Wie kann aus einem Zufluchtsort ein Zuhause werden? Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

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