11:25: Re: Invasion der Papageien | Arte | 9/24 2026 Arte
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Re: Invasion der Papageien

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Deutschland 2026

Sie sind grün, laut und hinterlassen Spuren: kleine, grüne Papageien, Sittiche aus Asien und Südamerika. Vor Jahrzehnten waren sie als exotische Haustiere gefragt.

Einige entkamen oder wurden freigelassen. Sie überlebten und bevölkern heute zu Tausenden die Grünanlagen europäischer Großstädte.

Manchmal als gerngesehene Farbtupfer, manchmal als unwillkommene Invasoren. Papageien sind weltweit verbreitet, sogar dort, wo sie von der Natur überhaupt nicht vorgesehen waren.

Eine Spätfolge von jahrhundertelanger Gefangenschaftshaltung in Zoos und privaten Haushalten. Mittlerweile findet man sie fast überall in Europa, allen voran Mönchs- und Halsbandsittiche.

In den betroffenen Städten sind die von ihnen verursachten Probleme sehr ähnlich: Die gefiederten Invasoren besetzen städtische wie private Grünflächen, produzieren Unmengen hartnäckigen Kots und machen zu bestimmten Tages- und Nachtstunden reichlich Lärm. Der Umgang mit ihnen ist sehr unterschiedlich.

In Köln werden die kleinen Krachmacher zwar nicht durchgehend geliebt, aber doch toleriert.

Naturschützer versuchen, den Überblick über die grünen Gäste zu behalten, und vermitteln, wenn sie sich etwa anschicken, an Hausfassaden zu brüten.

Graffiti-Künstler verewigen sie auf Mauern und Wänden, und die Kölschrockband Kasalla widmet ihnen mit "Jröne Papajeie" einen eigenen Song und sieht in ihnen genau die "bunten Vögel", die hier schon immer willkommen waren. In London sind die Sittiche ebenfalls heimisch geworden.

Hier füttern viele Menschen sie sogar und machen begeistert Selfies mit ihnen. Der Autor Nick Hunt hat ein Buch über sie geschrieben und die wildesten Theorien gesammelt, woher sie eigentlich stammen.

Am meisten amüsiert ihn die Geschichte, dass Jimi Hendrix sie auf die Insel gebracht haben solle … In Madrid sind Papageien gänzlich unwillkommen, man würde sie am liebsten ausrotten.

Die Nester der dort lebenden Mönchssittiche werden regelmäßig zerstört und auch mit Luftgewehren geht man gegen sie vor. Vogelschützer wehren sich dagegen – es ist ein zäher Kampf. Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt.

In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

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