12:40: Die Odyssee der Zahlen | Arte | 4/26 2026 Arte
12:40 - 13:30
4 Stunden

Die Odyssee der Zahlen

at 12:40 on Arte

Der Siegeszug der Mathematik

Warum spricht man in Europa von „arabischen Ziffern“, obwohl sie in Indien „erfunden“ wurden? Wie konnten die zehn kleinen Zeichen von dort aus ihren Siegeszug um die Welt antreten?

Warum hat die Null den Lauf der Geschichte verändert? Die zweite Folge folgt den Spuren von Brahmanen zu Besuch in Bagdad, arabischen Wissenschaftlern und Händlern in der Sahara.

Sie erzählt von der Ausbreitung der Zahlen vom Orient über den Mittelmeerraum bis in die westliche Welt.

Andalusische Gelehrte, italienische Kaufleute und deutsche Buchdrucker spielen dabei ebenso eine Rolle wie ein Papst. Im Westen spricht man von „arabischen Ziffern“, aber in der arabischen Welt gilt die heutige europäische Schreibweise als westlich.

Was also ist „arabisch“ an den Zeichen, die einst aus Indien nach Europa kamen und sich in weiten Teilen der Welt durchsetzten?  Die Spur der Zahlen führt nach Bagdad.

Dort sorgte im 8.

Jahrhundert ein Gelehrter namens al-Chwarizmi - von seinem latinisierten Namen „Algorismi“ leitet sich „Algorithmus“ ab - für die Verbreitung der indischen Zahlenschrift und wurde zum Vater der modernen Algebra. Die heute in Europa gebräuchlichen „arabischen“ Ziffern gehen auf eine andere Schriftvariante zurück, die „Ghubar“ - arabisch für „Staub“ - genannt wird.

Sie entstand an den sogenannten „Staubtischen“ maghrebinischer Kaufleute im Mittelmeerraum.

In dieser Form, aus dem Westen der muslimischen Welt stammend, gelangte sie schließlich auf christlichen Boden.  Allerdings hatte es die arabische Zahlschrift im europäischen Mittelalter zunächst schwer, sich gegen die römischen Ziffern durchzusetzen.

Letztere waren ein Erbe des Römischen Reiches und wurden von Königen und Päpsten als Namenszusatz verwendet, um ihr Prestige zu unterstreichen. Leonardo Fibonacci machte zu Beginn des 13.

Jahrhunderts mit seinem Rechenbuch „Liber Abaci“ die Zahlen aus dem südlichen Mittelmeerraum in Europa populär.

Ihm ist es zu verdanken, dass die Kaufleute das schriftliche Rechnen erlernten und die römischen Abakusse - Rechenbretter, auf denen kleine Steine, die „Calculi“, verschoben wurden - mit der Zeit außer Gebrauch kamen. Über das muslimische Andalusien gelangten die Ghubar-Zahlen schließlich ins übrige Europa und von dort über die Ozeane in die Neue Welt.

Auf teilen
Auf Facebook teilen
Facebook
X
Auf E-mail teilen
E-mail
Arte keyboard_arrow_right
07:35

Sardinien - Arche aus Stein

Sardinien - Arche aus Stein
08:25

Im Bauch von Venedig

Im Bauch von Venedig
09:20

Warum stehen wir so auf Konkurrenz?

Warum stehen wir so auf Konkurrenz?
09:50

Die heilende Kraft der Räume

Die heilende Kraft der Räume
10:15

Twist

Twist
10:50

Rodin und Michelangelo

Rodin und Michelangelo
11:45

Die Odyssee der Zahlen

Die Odyssee der Zahlen
12:40

Die Odyssee der Zahlen

Die Odyssee der Zahlen
13:30

Die Odyssee der Zahlen

Die Odyssee der Zahlen
14:25

Der Chef

Der Chef
16:05

Unbekanntes Spanien

Unbekanntes Spanien
16:50

Unbekanntes Spanien

Unbekanntes Spanien
17:35

Haydn auf Schloss Esterházy mit Il Giardino Armonico

Haydn auf Schloss Esterházy mit Il Giardino Armonico
18:25

Karambolage

Karambolage
18:35

Zu Tisch

Zu Tisch
19:10

ARTE Journal

ARTE Journal
19:30

Thunfisch auf Tour

Thunfisch auf Tour
20:15

Schindlers Liste

Schindlers Liste
23:20

Emilie Schindler - Die vergessene Heldin

Emilie Schindler - Die vergessene Heldin
00:15

Ich tanz und mein Herz weint: Jüdische Musiklabel im Nationalsozialismus

Ich tanz und mein Herz weint: Jüdische Musiklabel im Nationalsozialismus
01:10

Ein Sommer an der See

Ein Sommer an der See
02:45

Yalda - Nacht der Vergebung

Yalda - Nacht der Vergebung
04:10

Hawai‘i: Aus Feuer geboren

Hawai‘i: Aus Feuer geboren