at 17:50 on Arte
Die Wallace-Linie ist eine der bedeutendsten biogeografischen Grenzen der Welt.
Ihr ist es zu verdanken, dass sich in Australien ein einzigartiger Lebensraum entwickelt hat: Während in Südostasien Elefanten und Tiger in üppigen Wäldern leben, streifen jenseits der Wallace-Linie Kängurus und Riesenechsen durch weite Ebenen.
Geschützt vor Raubtieren, konnten sich Beuteltiere und Kloakentiere an die lebensfeindliche Landschaft Australiens anpassen. Auf der australischen Seite der Wallace-Linie entstand ein geschützter Lebensraum mit eigenen natürlichen Grenzen.
Hier nahm die Evolution einen besonderen Gang.
Eine schmale, aber tiefe Meerenge verläuft zwischen Bali und Lombok im Süden sowie Borneo und Sulawesi im Norden: die Wallace-Linie, eine biogeografische Grenze, die nach dem Mann benannt ist, der sie im 19.
Jahrhundert zuerst identifizierte. Sie trennt die australische von der asiatischen Tierwelt. Auf der einen Seite stellen Tiger Affen nach und Elefanten gestalten Flussläufe.
Auf der anderen Seite durchqueren Kängururudel weite Ebenen und Riesenechsen gehen in Trockengebieten auf die Jagd. Beiderseits dieser Linie hat die Evolution dafür gesorgt, dass sich die Tierarten an ihre Lebensräume angepasst haben - oft auf erstaunliche Art.