Mrs. Wimmerforce ist eine Seele von Mensch, aber etwas weltfremd. Sie hat ein Häuschen am Londoner Bahnhof King's Cross, das sie mit ihren Papageien bewohnt.
Professor Marcus ist sehr angetan von der Lage des Hauses, als er sich bei Mrs. Wimmerforce einmietet.
So kommt die liebenswerte alte Dame fortan ausgiebig in den Genuss klassischer Streichmusik und staunt, wie schön der Professor und seine Freunde Major Courtney, Harry, Louis und Pfannkuchen spielen können. Dass sie in Wirklichkeit einer Bande von Spitzbuben aufgesessen ist, die ihr mithilfe eines Plattenspielers etwas vormachen, um in Ruhe einen raffinierten Geldraub vorbereiten zu können, ahnt Mrs.
Wimmerforce nicht. Sie merkt auch nicht, wie die Ganoven sich ihre guten Kontakte zur Polizei zunutze machen. Erst als Pfannkuchen beim eiligen Abzug mit der Beute ein Missgeschick passiert, geht Mrs.
Wimmerforce ein Licht auf.
Das könnte schlimme Konsequenzen für sie haben, doch zum Glück ist sich die Bande partout nicht einig, wer die schrullige alte Dame denn nun umbringen soll. Einfallsreich und originell erzählt Alexander Mackendrick die Geschichte von fünf Gangstern, einer komischer als der andere, die sich zwar hartgesotten geben, aber von der munteren, gesprächigen und ständig Tee servierenden Mrs.
Wilberforce ganz schön überfordert sind.
Umso größer dann die Herausforderung, wer denn nun die alte Dame beseitigen soll. „Ladykillers“ ist eine klassische, zeitlose Komödie, die an schwarzem Humor und makabrem Witz nichts auslässt - und schließlich ist das vermutlich beliebteste britische Exportgut der Humor.
Ein wahrer Meilenstein des britischen Unterhaltungsfilms. Regisseur Alexander Mackendrick und den glänzend aufgelegten Schauspielern gelang hier ein komödiantisches Meisterstück.
Britischer Humor zeigt sich von seiner besten Seite, die Lust an der Selbstverspottung sorgt für herrliche Pointen.
William Rose schrieb das Originaldrehbuch, das für den Oscar nominiert wurde und einen BAFTA gewann. „Ladykillers“ wurde im Jahr 2000 von den Lesern des Magazins „Total Film“ auf den 36.
Platz und im Jahr 2010 vom „Guardian“ auf den 5. Platz der besten Filmkomödien aller Zeiten gesetzt.