Princeton-Historikerin Karina Urbach geht auf Spurensuche, um das Geheimnis ihrer Großmutter Alice Urbach zu ergründen.
Sie findet Dokumente, die das Porträt einer starken Frau und Holocaust-Überlebenden zeichnen. In den 30er Jahren war ihre Großmutter in Wien als Starköchin tätig, doch unter den Nazis verlor sie die Rechte an ihrem Bestseller-Kochbuch und musste flüchten.
Deutsche Verlage haben bis weit nach dem Krieg mit gestohlenen Büchern Geld verdient - ein Verbrechen, das bisher nicht untersucht wurde. Der Dokumentarfilm taucht tief ein in eine faszinierende und ergreifende Familiengeschichte. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte von Alice Urbach, die unter Hitlers Regime die Rechte an ihrem Kochbuch verlor.
In den 30er Jahren war sie eine erfolgreiche Konditorin in Wien und Bestseller-Autorin mit einer eigenen Kochschule.
Nach dem deutschen Anschluss Österreichs emigrierte sie nach England - wo sie sich in den Kriegsjahren um jüdische Flüchtlingskinder kümmerte. Als sie Ende der 40er Jahre nach Wien zurückkehrt, entdeckt sie, dass ihr Buch "So kocht man in Wien!" unter dem Namen Rudolf Roesch veröffentlicht wird.
Der Verleger weigert sich, ihr die Rechte zurückzugeben. Für einen Neuanfang zieht sie schließlich nach San Francisco und eröffnet eine Wiener Konditoreischule.
Ihr Traum, ihr Kochbuch unter ihrem eigenen Namen auf Englisch zu veröffentlichen, blieb bis zu ihrem Tod unerfüllt. Jetzt, 80 Jahre später, macht sich die Historikerin Karina Urbach - Alices Enkelin - auf, die Geschichte hinter dem gestohlenen Kochbuch aufzudecken und für eine Neuauflage des Buchs zu kämpfen.
Ihre Recherchen führen sie von Cambridge über Wien und München bis in den britischen Lake District. In Archiven findet sie Dokumente, die längst verloren geglaubt waren.
Ihre Arbeit verschafft Karina Urbach endlich Aufmerksamkeit bei dem Verlag ihrer Großmutter. Erschütternd und unglaublich bewegend erzählt Alices Buch die Geschichte einer Frau, die mit ihrer Leidenschaft für das Kochen die Schrecken des Zweiten Weltkriegs überlebte.
Erzählt wird der Film aus subjektiv-erlebender Sicht - Stück für Stück setzt die Protagonistin das Puzzle der Vergangenheit zusammen.