Anden- oder Brillenbären sind nicht nur die einzige Bärenart Südamerikas, sondern sie sind auch die letzten Überlebenden aus der Unterfamilie der Kurzschnauzenbären, die bis zur letzten Eiszeit den gesamten nordamerikanischen Kontinent bewohnten.
In den Nebelwäldern der Hochanden waren sie vor den Gletschermassen sicher und konnten sich über die Jahrtausende an diesen neuen Lebensraum anpassen.
Nach bisheriger Lehrmeinung wurden sie dort zu Pflanzenfressern, die geschickt in den Urwaldbäumen herumklettern, um nach Bromelien und anderen zuckerhaltigen Gewächsen zu suchen. Doch es gibt Berichte, wonach einzelne männliche Bären in die Täler gekommen sind, Maisfelder geplündert und Weidevieh angefallen haben sollen und damit die Existenz der Andenbauern bedrohten.
Andenbären werden illegal verfolgt, abgeschossen und zurückgedrängt. Doch was stimmt an den Geschichten über die zu Fleischfressern gewordenen Vegetarier?
Die Filmautoren Bernd Strobel und Bernhard Rübe begeben sich mit den Bärenschützern Armando Castellanos und Andres Laguna auf Spurensuche in den ecuadorianischen Hochanden und stellen fest: Nicht die Bären sind es, die in die Täler herabsteigen, sondern die Bauern weiten ihre Weideflächen immer weiter in den Lebensraum der geschützten Art aus. Armando und Andres stehen vor der Aufgabe, zwischen Bären und Bauern zu vermitteln und nach nachhaltigen Lösungen zu suchen.
Beim Schutz der letzten 5.000 verbliebenen ecuadorianischen Andenbären verfolgen die beiden Biologen ihre ganz eigene, offensive Strategie. Sie hoffen, mit Unterstützung des Kamerateams eine Bärenattacke filmisch zu dokumentieren. Film von Bernd Strobel und Bernhard Rübe