Im Januar 1693 zerstört ein gewaltiges Erdbeben die Stadt Noto und über 60 andere Orte im Süd-Osten Siziliens. In den Jahrzehnten danach entsteht an neuer Stelle eine einzigartige Barockstadt, die architektonische Einflüsse aus ganz Europa in sich aufnimmt.
In dieser Dokumentation begegnen die Zuschauerinnen und Zuschauer Noto und seinen Bewohnern und werden von ihnen zum Ursprung des „barocco siciliano“ geführt. Sizilien, 1693: Ein gewaltiges Erdbeben zerstört die Stadt Noto und mit ihr ihre jahrtausendealte griechische und römische Kultur.
Aber nur Jahrzehnte später bauen Bewohner und visionäre Architekten wenige Kilometer weiter ein neues Noto, ein Juwel, das seit 2002 zum UNESCO-Welterbe zählt. Fünf Bewohner öffnen in dieser Dokumentation Türen zu den kunst- und kulturgeschichtlichen Schätzen und Eigenheiten der neuen Stadt. Für Noto typisch: das konfliktreiche, aber produktive Verhältnis zwischen Adel und Kirche und die Cleverness der lokalen Baumeister, die internationale Architektur kreativ weiterentwickeln.
Hier liegt der Ursprung des „barocco siciliano“.
Angespornt von ambitionierten, teilweise eitlen Bauherren bedienen sie sich bei allem, was gerade angesagt ist und garnieren diese Elemente mit einer sizilianischen Note.
Die Bewohner von Noto zeigen Überlebenswillen, Trotz und Stolz; Eigenschaften, die die Stadt immer wieder vor dem Verfall gerettet haben.