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In dieser Woche sind zu Gast: * Martin Huber, CSU-Generalsekretär "Wir müssen die Menschen entlasten.
Abgehobene Diskussionen helfen nicht weiter." In der aktuellen Energiekrise verteidigt Martin Huber das beschlossene Entlastungspaket und stellt sich gegen Alternativen wie ein Tempolimit. Martin Huber ist der Ansicht, dass das vor zwei Wochen von der schwarz-roten Bundesregierung beschlossene Entlastungspaket der geeignete Hebel ist, um die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Alltag zu entlasten und gleichzeitig den Motor der deutschen Wirtschaft wieder anzukurbeln. Seit 2022 ist der gebürtige Mühldorfer als CSU-Generalsekretär Markus Söders rechte Hand.
Auch wenn seine Ernennung damals für viele überraschend kam, ist er ein echtes "CSU-Gewächs": Mit 17 Jahren trat er in die Junge Union ein, arbeitete später in der Landesgeschäftsstelle und war persönlicher Referent der ehemaligen Parteichefs Erwin Huber und Horst Seehofer.
2013 wurde er erstmals für den Stimmkreis Altötting in den Landtag gewählt.
Dort war er unter anderem Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz sowie im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten. Als Generalsekretär managte er nicht nur den bayerischen Landtagswahlkampf 2023, sondern war im vergangenen Jahr auch maßgeblich an den Koalitionsverhandlungen in Berlin beteiligt.
Vor der Bundestagswahl hatte er bereits deutlich gemacht, dass aus der "MS Deutschland" ein "rot-grün-gelbes Narrenschiff" geworden sei und die neue Koalition diesen Kursfehler korrigieren müsse.
Seine Hauptforderungen in den Koalitionsverhandlungen waren eine "Migrationswende" und ein "Marshallplan" für die Wirtschaft. Zudem setzte er sich dafür ein, dass die bayerische Handschrift im Koalitionsvertrag deutlich lesbar war.
Das CSU-Herzensthema "Mütterrente" durfte trotz des Milliardenlochs im Haushalt nicht fehlen. Er sprach sich stattdessen für Einsparungen bei der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude, insbesondere bei der Förderung von Wärmepumpen, aus.
Im Gegensatz zu Bundeskanzler Friedrich Merz forderte der 48-Jährige eine Neubewertung der Kernenergie.
Seiner Meinung nach bräuchten Künstliche Intelligenz und Digitalisierung günstigen Atomstrom. Diese Technologieoffenheit wünscht er sich künftig auch von der Schwesterpartei CDU.
Denn nur mit mutigen Entscheidungen und Weitsicht könne ein echter Neustart in Deutschland gelingen. * Florian Schroeder, Kabarettist und Autor "Hör auf Glück zu suchen, dann kommt es von selbst." In seinem neuesten Buch „Happy End“ schlägt Florian Schroeder fast philosophische Töne an.
Seit über 20 Jahren ist er für seine treffsicheren Pointen und Analysen bekannt. In seinem aktuellen Buch sowie seinem neuesten Kabarettprogramm "Endlich glücklich" dreht sich alles um die Suche nach dem Glück.
Dabei war die Kindheit des gebürtigen Lörrachers nicht unbedingt von erfüllenden Momenten geprägt. Florian Schroeder war stark übergewichtig und wurde in der Schule gemobbt.
Als er sechs Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Sein Vater saß wegen Hochstapelei im Gefängnis. In dieser Zeit war seine Mutter eine große Stütze.
Die Beziehung zu ihr wurde zu seinem persönlichen Glück. Auch Humor spielte schon früh eine große Rolle: Er wurde zu einer Art Selbstverteidigungsstrategie.
Mit 14 Jahren bewarb er sich bei Harald Schmidts Fernsehshow "Schmidteinander".
Der Auftritt, in dem er Helmut Kohl, Norbert Blüm und Udo Lindenberg imitierte, wurde ein voller Erfolg. Das Parodieren von Prominenten ließ ihn danach nicht mehr los.
Nach ersten Moderationserfahrungen bei DASDING und SWR3 stand er 2004 mit seinem ersten eigenen Kabarettprogramm „Auf Ochsentour“ bundesweit auf der Bühne.
Auch im Fernsehen feierte er Erfolge: Seine Sendungen „Spätschicht – Die Comedy Bühne“ und „Die Florian Schroeder Satire Show“ wurden Kult.
Auch, wenn seine Satiren manchmal respektlos erscheinen, erklärt er: "Die Grenze bei Satire ist das Grundgesetz." Wer glaubt, Florian Schroeder sei nur auf vordergründige Lacher aus, der irrt.
Er versteht sich als politischer Kabarettist und hat sich auf einer Demonstration auch schon einmal mit Querdenkern angelegt. Scharfzüngig und hintersinnig kommentiert er das tagespolitische Geschehen.
So ließ sich der 46-Jährige auch nicht nehmen, die Landtagswahl in seiner Heimat Baden-Württemberg zu kommentieren.
Die CDU zeigte sich für ihn als schlechter Verlierer. Ein Meister im Verdrehen der Tatsachen ist für ihn nicht zuletzt der amerikanische Präsident Donald Trump und dessen vermeintlicher Sieg über den Iran. Jeden Sonntag um 11 Uhr lädt Gastgeber Hans Werner Kilz zu Bier und Brezn in den Brunnerwirt.
Seine Co-Moderatoren sind im Wechsel die Wirtschaftsjournalistin Anja Kohl, die Wissenschaftler Ursula Münch und Klaus Bogenberger sowie die Ski-Legende Christian Neureuther. Diskutiert wird immer auch mit zwei aktuellen Gästen über die Themen der Woche bayerisch, direkt und unterhaltend.