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Michael Faraday ist Professor für Geschichte an der George Washington University. Dort lehrt er über Terrorismus, ein Thema, von dem er seit dem Tod seiner Frau besessen ist.
Sie war FBI-Agentin und ist bei einer missglückten Razzia ums Leben gekommen.
Michael ist überzeugt davon, dass der Tod seiner Frau hätte verhindert werden können und das FBI verantwortlich dafür ist. Michael ist auf dem Heimweg, als er mitten auf der Straße ein taumelndes, blutverschmiertes Kind entdeckt.
Es handelt sich um den Nachbarsjungen. Michael fährt das Kind ins Krankenhaus und rettet ihm so das Leben. Dort trifft er zum ersten Mal auf die Eltern des Jungen, seine Nachbarn.
Zwischen den beiden Familien entsteht Freundschaft. Ein paar Ungereimtheiten und eine Lüge machen Michael jedoch misstrauisch.
Er stellt seine eigenen Untersuchungen an und kommt zu dem Schluss, dass es sich bei seinem Nachbarn Oliver um einen rechtsextremen Terroristen handeln könnte, der einen nächsten Anschlag plant. Sowohl Michaels Freundin Brooke als auch sein Freund Whit Carver, der für das FBI arbeitet, haben Zweifel an Michaels Vermutungen, insbesondere weil Michael seit dem Tod seiner Frau einen Hang zu Verschwörungstheorien hat.
Aber Michael gibt nicht auf, in der Überzeugung, dass der nächste Anschlag bevorsteht. Regisseur Mark Pellington setzt auf eine nüchterne Inszenierung, die den Zuschauer permanent in Unsicherheit hält.
Besonders bemerkenswert ist die Perspektive: Erzählt wird nicht aus Sicht der Täter oder der Behörden, sondern aus der eines Mannes, dessen Bedürfnis nach Sinn und Kontrolle ihn zunehmend angreifbar macht.
Dadurch wirkt "Arlington Road" erschreckend aktuell - als Studie über Radikalisierung, Manipulation und die Gefährlichkeit vermeintlicher Gewissheiten. Mark Pellington feierte seine ersten Erfolge als Regisseur mit Musikvideos.
Er erhielt dafür den MTV Video Music Award und den MTV Europe Music Award. Für seinen ersten Spielfilm "Der lange Weg der Leidenschaft" (1997) wurde er beim Sundance Filmfestival für den Großen Preis der Jury nominiert.
Mit den Oscarpreisträgern Jeff Bridges und Tim Robbins holte sich Pellington für den Film "Arlington Road" zwei Weltklasse-Darsteller an Bord. "Arlington Road" ist ein fesselnder Thriller, bei dem sich der Zuschauer bis zum Ende nicht sicher ist, ob an Michaels Verdächtigungen etwas dran ist.