Ein Moment entscheidet über Karrieren: Kreuzbandrisse gehören zu den schwersten Verletzungen im Leistungssport – und treffen Frauen besonders häufig.
Ob im alpinen Skirennsport oder im Frauenfußball: Immer mehr Athletinnen werden aus dem Wettkampf gerissen, lange bevor sie ihr sportliches Ziel erreichen. Die Reportage "Jung.
Weiblich. Kreuzbandriss." geht der Frage nach, warum Frauen ein deutlich höheres Risiko für Kreuzbandverletzungen haben als Männer.
Wissenschaftliche Studien und aktuelle Zahlen aus dem Spitzensport zeigen: Anatomische Unterschiede, muskuläre Balance, hormonelle Schwankungen im weiblichen Zyklus sowie immer aggressiveres Material erhöhen die Verletzungsanfälligkeit – besonders im alpinen Skirennsport. Anhand persönlicher Geschichten begleitet die Reportage betroffene Athletinnen auf ihrem Weg durch Diagnose, Operation und Rehabilitation.
Skirennläuferinnen wie Melanie Michel berichten von den körperlichen Schmerzen, aber auch von den mentalen Herausforderungen nach einem Kreuzbandriss.
Auch die ehemalige Weltklasse-Athletin Maria Riesch blickt auf ihre eigene Verletzungsgeschichte zurück und beschreibt, wie sehr sich Prävention und medizinische Betreuung in den vergangenen Jahren verändert haben. Der Film zieht zudem Parallelen zum Frauenfußball, in dem Kreuzbandrisse ebenfalls auffällig häufig auftreten.
Die Reportage zeigt, warum es sich nicht um ein isoliertes Problem einzelner Sportarten handelt, sondern um eine strukturelle Herausforderung im Frauensport insgesamt. Gleichzeitig richtet der Film den Blick nach vorn: Moderne Trainingsmethoden, zyklusbasiertes Training, gezielte Kräftigungsprogramme und klar definierte Comeback-Prozesse sollen das Verletzungsrisiko senken und Athletinnen einen sicheren Weg zurück in den Wettkampf ermöglichen.
Eine Reportage über den Preis des Spitzensports, den Kampf um Gesundheit - und die Frage, wer die Kreuzbandrisse im Frauensport stoppen kann. Korrektur: In Minute 18:00 der Reportage heißt es, dass im DSV auf 100 männliche Skirennfahrer vier Kreuzbandrisse kamen.
Dabei handelt es sich um einen Fehler. Korrekt ist: Auf 100 männliche Skirennfahrer im DSV kamen fünf Kreuzbandrisse.