19:40: Re: Eltern gegen Social Media | Arte | 10/6 2026 Arte
19:40 - 20:15
4 Stunden

Re: Eltern gegen Social Media

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Deutschland 2026

TikTok, Snapchat, Instagram & Co. prägen den Alltag vieler Kinder und Jugendlicher. Nach Australiens Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige plant nun auch Frankreich ein Verbot.

Ein EU-weites Gesetz träte frühestens 2027 in Kraft.

Viele Eltern wollen nicht darauf warten und organisieren sich selbst. Nachdem sich seine Tochter Mia im Alter von 14 Jahren nach Online-Mobbing das Leben nahm, setzt sich Mariano Janin in Großbritannien für Altersgrenzen auf Social-Media-Plattformen und wirksame Schutzfilter ein.

Zusammen mit der Elterninitiative Bereaved Families for Online Safety bereitet er derzeit eine Klage gegen TikTok in den USA vor. In Großbritannien hatte ihre Lobbyarbeit bereits Erfolg.

Im Frühjahr 2027 soll eine gesetzliche Altersgrenze von 16 Jahren für soziale Medien eingeführt werden. Auf eine solche Regelung wartet Verena Holler in Deutschland derzeit noch.

Die dreifache Mutter hat den Verein Smarter Start ab 14 mitgegründet. Sie wirbt für eine Kindheit ohne Smartphone. Die zentrale Idee: ein Elternpakt, bei dem Eltern vereinbaren, ihren Kindern während der Grundschulzeit kein eigenes Smartphone zu geben.

So sollen Neid und sozialer Druck unter den Kindern gar nicht erst entstehen. Die Belgierin Audrey Hédo weiß um die Sogwirkung von Social Media. Sie ist selbst Beauty-Influencerin und hat deshalb beschlossen, ihre zwei Kinder möglichst lange von Smartphones und Social Media fernzuhalten.

Ihr 13-jähriger Sohn Ohio darf sein Smartphone, auf dem weder TikTok, Snapchat noch Instagram installiert sind, nur nutzen, wenn er allein unterwegs ist. Für ihren eigenen Account filmt und fotografiert Audrey ihre Kinder aber dennoch. Für sie ist das kein Widerspruch. Wie viel digitale Freiheit brauchen Kinder und wie viel Schutz vor sozialen Medien?

Alle drei Eltern finden sehr unterschiedliche Antworten auf eine Frage, die viel diskutiert wird. Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

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