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Senator Ransom Stoddard, der seine Karriere vor Jahrzehnten in der Kleinstadt Shinbone begonnen hat, kehrt mit seiner Frau Hallie zur Beerdigung seines alten Freundes, Tom Doniphon, zurück.
Im Ort gibt es nur wenige Menschen, die sich an den alten Stoddard erinnern, da er sich in den letzten Jahren auf seine Ranch zurückgezogen hat.
Doch im Interview mit ein paar Journalisten kommt er auf die wichtigste Zeit seines Lebens zurück. Stoddard erinnert sich an seine Ankunft im Wilden Westen, an den Überfall auf seine Postkutsche durch den berühmt-berüchtigten Banditen Liberty Valance und an sein Verlangen, sich zu rächen an dem gefährlichen Gangster, der das Städtchen und dessen Umgebung terrorisierte.
Tom Doniphon hatte Stoddard und seine Mitreisenden damals gerettet und wurde damit zu seinem Verbündeten und Freund.
Er, der hartgesottene Cowboy, war auch der Einzige, vor dem Valance Respekt zu haben schien. Stoddards zahlreiche Versuche, Liberty Valance mit rechtsstaatlichen Mitteln zu stoppen, scheiterten.
Schließlich startete der idealistische Anwalt eine Kampagne gegen die Landbesitzer, die Valance bezahlten.
Als der gefürchtete Übeltäter erneut in der Stadt auftauchte, war die Konfrontation mit dem friedfertigen Stoddard unausweichlich: Es kam zum Showdown, an dessen Ende der junge Anwalt als "Der Mann, der Liberty Valance erschoss" gefeiert wurde. Doch in Wahrheit war der Gangster nicht in einem fairen Zweikampf mit dem miserablen Schützen Stoddard gefallen, sondern wurde von Doniphon aus dem Hinterhalt erschossen, der Stoddard damit ein zweites Mal das Leben gerettet hatte.
Der hatte es nicht für nötig gehalten, die Sache klarzustellen; der Mythos um ihn ermöglichte Stoddard den politischen Aufstieg sowie den Eintritt in höchste Ämter. Wie viele bedeutende Western handelt der Film von der Geburt des modernen Amerika.
Indem John Ford den gesellschaftlichen Aufstieg seines Protagonisten auf einer Lüge beruhen lässt, reflektiert und problematisiert er die idealisierten Helden des Western-Genres. Zu Lebzeiten nahm Regie-Altmeister John Ford (1894-1973) stets eine ambivalente Haltung gegenüber seiner Arbeit und seinen Filmen ein, stilisierte und radikalisierte sie ebenso häufig wie er sie ironisierte und distanziert betrachtete.
Gleichwohl blieben gewisse Typisierungen von Berufen, Funktionen und Rollen erhalten, wie es sich für einen klassischen Schwarz-Weiß-Western gehört.
So darf natürlich auch John Wayne als kerniger Cowboy Doniphon nicht fehlen – und ebenfalls James Stewart. Lee Marvin und Vera Miles überzeugen in ihren klischeehaften und zugleich untypischen Western-Rollen.