07:20: Stadt Land Kunst | Arte | 6/5 2026 Arte
07:20 - 08:05
01:28:11

Stadt Land Kunst

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Francisco Coloanes Chile / Liberia / Wien

* Chile: Francisco Coloane, Erzähler vom anderen Ende der Welt Der chilenische Schriftsteller Francisco Coloane (1910-2002) gilt als der Mann, der Feuerland und Patagonien für die Literatur erschloss.

Hier, am Ende der Welt, wo Himmel und Meer am Kap Horn miteinander verschmelzen, war seine literarische Heimat.

Anders als zahlreiche südamerikanische Autoren war Coloane kein Vertreter des magischen Realismus, sondern pflegte einen einfachen dokumentarischen Stil.

In seinen Romanen und Kurzgeschichten thematisierte er auch Kolonialismus und Ausbeutung.

Als das chilenische Regime sich weigerte, die indigenen Völker anzuerkennen, war Coloane der erste, der die Ureinwohner Patagoniens in den Mittelpunkt seiner Texte rückte.

Ihm wurde 1964 der Premio Nacional de Literatura verliehen, der große Literaturpreis Chiles. * Liberia: Die Utopie von der Rückkehr der Sklaven Liberia im äußersten Westen des Golfs von Guinea ist die älteste Republik Afrikas.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts kamen 12.000 ehemalige Sklaven aus den USA nach Liberia. Sie besiedelten das Land, das ihnen Freiheit verhieß, und wurden dabei selbst zu Kolonialherren.

Sie unterdrückten die Einheimischen und machten sie zu Bürgern zweiter Klasse, die von den benachbarten europäischen Kolonien ausgebeutet wurden. Das Land ist bis heute von diesen Konflikten geprägt.

Nationale Gedenkstätten sollen helfen, endlich den Weg der Versöhnung zu beschreiten. * Nizza: Stéphanies Kohlrouladen In Contes bei Nizza bereitet Stéphanie eine ihrer Spezialitäten zu: "Capouns", Kohlrouladen auf südfranzösische Art.

Zuerst wäscht und blanchiert Stéphanie die Kohlblätter, dann bereitet sie eine Füllung aus Rindfleisch, Reis, Brotkrumen, Eiern und Käse zu.

Die gefüllten Kohlblätter kommen für zwanzig Minuten in den Ofen, und dann heißt es: Bon appétit! * Wien: Ein Weihnachtsbaum schreibt Geschichte Die Wiener Gesellschaftsdame Fanny von Arnstein (1758-1818) liebte es, ihre Gäste zu überraschen.

Am 26. Dezember 1814 thronte in ihrem Salon ein riesiger, reich verzierter Tannenbaum. So etwas hatte man in Österreich noch nicht gesehen!

Der Weihnachtsbaum wurde zum Geopolitikum. Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen.

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