15:50: High Heels - Die Waffen einer Frau | Arte | 6/2 2026 Arte
15:50 - 17:50
4 Stunden

High Heels - Die Waffen einer Frau

at 15:50 on Arte

Thema: Liebe Lust!

Becky del Páramo verlässt ihre zwölfjährige Tochter, um sich ganz ihrer Karriere als Sängerin zu widmen. Rebeca wächst beim Vater auf, besessen von der abwesenden Mutter, die sie vergöttert.

15 Jahre später kehrt Becky nach Madrid zurück, um Konzerte zu geben und ihr Leben zu ordnen, vor allem die Beziehung zu ihrer Tochter. Rebeca, die in allem versucht, ihre Mutter zu imitieren, meist mit wenig Erfolg, hat Beckys früheren Geliebten geheiratet, Manuel, und arbeitet als Nachrichtensprecherin.

Manuel hat nie Rebecas Vertrauen gewinnen können.

Das schenkt sie dem Transvestiten "Femme Letal", dessen perfekte Imitation von Becky del Páramo für Rebeca eine Art Mutterersatz ist. Jetzt will sich Manuel von Rebeca scheiden lassen und wieder ihre Mutter zur Geliebten nehmen.

Aber Becky weist ihn zurück. In einer der folgenden Nächte wird Manuel ermordet.

Am Abend hatten ihn drei Frauen besucht: seine Geliebte Isabel, die eine Kollegin von Rebeca ist, Becky, die ihn mit Isabel ertappte und nach heftigem Streit das Haus verließ, und schließlich Rebeca, die seine Leiche fand.

Die Nachforschungen des Untersuchungsrichters Domínguez konzentrieren sich auf Mutter und Tochter. Von ihm erfährt Rebeca, dass ihre Mutter und Manuel ihre Beziehung wieder aufgenommen hatten.

Eine tiefe Kluft tut sich zwischen den beiden Frauen auf. Als Rebeca am Tag von Manuels Beerdigung die Nachrichten verliest, macht sie vor laufender Kamera ein Geständnis.

Richter Domínguez glaubt zwar, dass sie jemanden decken will, dennoch muss Rebeca in Untersuchungshaft. Dort bringt sie der Richter mit ihrer Mutter zusammen.

Das Geheimnis um Manuels Tod wird sie für immer verbinden. "High Heels - Die Waffen einer Frau" ist typisch für Almodóvars postmodernen Stil, der alle Genre-Regeln sprengt.

Elemente aus Melodram, Thriller und Komödie verbinden sich hier zu einer hintergründig-schwarzen Groteske um Liebe, Leidenschaft und Tod, provokativ und verspielt zugleich. "Alle meine Filme wenden sich direkt an das Herz, den Kopf und die Genitalien der Zuschauer", sagt der 1949 in La Mancha geborene Regisseur, eine Ikone des homosexuellen Kinos.

In seinen Filmen dominieren Frauen, die den amerikanischen Melodramen der frühen 60er Jahre zu entstammen scheinen - allerdings sind sie meilenweit von deren Moralkodex entfernt.

Mit "Kika" aus dem Jahr 1993 setzt Das Erste die Pedro-Almodóvar-Filmreihe am 30. Juni fort.

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