17:50: Georgiens Nationalparks | Arte | 5/27 2026 Arte
17:50 - 18:35
2 days

Georgiens Nationalparks

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Auf dem Pferd durch Waschlowani

Karge Vegetation, bergige Steppen und tiefe Schluchten: Der Waschlowani-Nationalpark im Südosten Georgiens könnte als Kulisse eines Western dienen. Die Pistazien- und Wacholderbäume sind einzigartig in dieser Region.

Genauso beeindruckend wie die atemberaubende Landschaft des Nationalparks sind die Tiere, die hier leben - wie Bären, Wildpferde und Wölfe. Waschlowani ist der am wenigsten erschlossene Nationalpark Georgiens.

Eine raue Steppenlandschaft an der Grenze zu Aserbaidschan. An der Adlerschlucht nisten seltene Vogelarten wie Schwarzstorch und Geier. Sie stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten. Der Waschlowani-Nationalpark im Südosten Georgiens ist der ursprünglichste Park des Landes.

Die wüstenartigen Landschaften sind geprägt von zerklüfteten Felsen und engen Schluchten.

Waschlowani spiegelt den Reichtum der georgischen Landschaft wider, für dessen Erhalt die sowjetische Regierung bereits 1935 ein Naturschutzreservat einrichtete.

Die wilden Pistazienbäume, die während ihrer Blüte wie Apfelbäume aussehen, gaben dem Nationalpark seinen Namen: Waschlowani - zu Deutsch „Apfelgarten“. Seit Jahrhunderten ist dieses Grenzland zwischen Georgien und Aserbaidschan die Winterweide der Hirten und Nomaden.

Sie kommen im Oktober aus den Bergen des Kaukasus, um im milderen Waschlowani zu überwintern. Überall im Park grasen dann Wildpferde. Für Giga Charkhelauri bedeuten diese Tiere Freiheit.

Auf seinem Pferd reitet er durch die Landschaft und wacht über sie.

Der 25-Jährige ist der bekannteste Wildpferdepfleger in der Region und veranstaltet traditionelle Wildpferderennen ohne Sattel. Am Fuß der Gebirge wurden schon vor über 8.000 Jahren Reben gekeltert.

Georgien gilt dementsprechend als Wiege des Weinbaus. Natia Guraschwili ist mit 21 Jahren vermutlich die jüngste Winzerin Kachetiens. Sie stellt ihren Wein in sogenannten Kwewris her.

Die Tongefäße werden tief in der Erde vergraben. Für die UNESCO gehört diese traditionelle Weinherstellung zum Kulturerbe der Menschheit. Gemächlich geht es in den Kleinstädten rund um Waschlowani zu.

Die Menschen leben meist vom Ertrag ihres Bodens und entwickeln Methoden, um ihre Traditionen, ihre Gemeinschaft und die Natur zu schützen.

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