06:35: Wie werden wir "Arschlöcher" los? | Arte | 5/10 2026 Arte
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Wie werden wir "Arschlöcher" los?

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42 - Die Antwort auf fast alles

Egoismus begegnet uns im Leben immer wieder. Einerseits gut, denn jeder Mensch braucht ein gewisses Maß an Egoismus.

Andererseits schlecht, denn es gibt einen Punkt, an dem egoistisches Verhalten problematisch wird und wir es mit regelrechten Egomanen zu tun bekommen.

Die sind nicht nur menschlich ein Problem, sondern kosten die ganze Wirtschaft richtig viel Geld.

Wo und unter welchen Bedingungen tummeln sich egoistische Psychopathen und wie gehen wir mit ihnen dann am besten um? In der Schlange vordrängeln, das Auto schnell auf dem Fahrradweg parken, Plätze im Zug besetzen, die einem nicht zustehen - nahezu jeder wird in seinem Leben einmal mit egoistischem Verhalten konfrontiert.

Manchmal ist der Ärger darüber schnell vergessen, doch wenn Egoismus so stark ausgeprägt ist, dass Menschen zu Egomanen werden, können sie in ihrem Umfeld großen Schaden anrichten. Das Ausmaß der egoistischen Tendenzen ist teilweise von den Genen, teilweise von der Erziehung und am Ende auch von der Situation abhängig, erklärt Psychologin Anne Böckler-Raettig von der Universität Würzburg.

Ein gewisses Maß an Egoismus ist für unser psychisches Wohlbefinden sogar notwendig, betont Psychologe Morten Moshagen. Der Wissenschaftler der Universität Ulm hat zusammen mit Kollegen den sogenannten Dark-Factor-Test entwickelt.

Der misst, bis zu welchem Grad wir uns in einem gesunden egoistischen Rahmen bewegen und wann das Verhalten ins Böse und Schädliche kippt. Die Auswirkungen von schädlichen Verhalten hat Laëtitia Visse in ihrem Arbeitsleben erfahren müssen.

In der Pariser Haute Cuisine wurde sie zur Köchin ausgebildet und hat unter bösartigen Vorgesetzten und schwierigen Arbeitsbedingungen gelitten. In welchen Branchen völlig selbstbezogene Menschen eher unterwegs sind, erklärt Pablo Hagemeyer.

Dabei gibt es nur wenige Dinge, die Leidtragende im Alltag gegen unsoziales Verhalten tun können, sagt der Facharzt für Psychiatrie. In Firmen kann aber die Unternehmensleitung einschreiten.

Das findet auch Andreas Spiegel. Er hat in seinem Unternehmen eine „No Asshole Policy“ etabliert.

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