20:15: Unterwegs im Baltikum | Arte | 4/30 2026 Arte
20:15 - 20:55
3 days

Unterwegs im Baltikum

at 20:15 on Arte

Von Estland bis Lettland

In Sachen Natur hat das Baltikum viel zu bieten: Hunderte Kilometer Küste, einzigartige Wald-, Seen- und Sumpflandschaften, Dutzende seltene Tier- und Pflanzenarten.

Die zweiteilige ARTE-Dokumentation nimmt das Publikum mit auf eine bildgewaltige Reise in die Taiga Estlands, auf die Insel Kihnu, in Nationalparks und Naturreservate bis hin zu Litauens imposanten Dünen.

Auf dem Land pflegen Menschen teils jahrtausendealte Handwerke wie den Bau von Einbaum-Kanus oder die Flechtkunst.

Ihre Geschichten erzählen von drei Ländern mit stolzer Vergangenheit, reichem Kulturerbe und unberührter Wildnis. Der erste Teil erkundet faszinierende Nationalparks und Naturreservate in Estland und Lettland samt ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Das kleinste Land im Baltikum ist Estland.

Etwa die Hälfte des Landes ist mit Wald bedeckt. Nahe der russischen Grenze liegt Alutaguse, das größte zusammenhängende Waldgebiet im Baltikum. Der Nationalpark ist Heimat von Elchen, Wölfen, Bären und von seltenen und gefährdeten Tierarten.

Die Dokumentation begleitet Flughörnchen-Forscher Uudo Timm in die Taiga und ist dabei, wenn Triin Asi und Bert Rähni in ihrem „Bärenwald“ unterwegs sind. Im Soomaa-Nationalpark schlägt Aivar Ruukel als einer der letzten Einbaum-Bootsbauer Kanus aus einem einzigen Espenstamm.

Das Handwerk wird hier seit Jahrhunderten ausgeübt. Ein estnisches Kulturgut, das seit 2021 auf der Welterbeliste der UNESCO steht. Etwa eine Fährstunde von der Küste entfernt liegt die Insel Kihnu.

In vier Dörfern leben um die 700 Menschen, die Insel lockt aber gut zwölfmal so viele Touristen jährlich an.

Die meisten wollen eine einzigartige Kultur erleben, die oft als Europas letzte matriarchalische Gesellschaft bezeichnet wird. „Die Frauen auf Kihnu haben eine sehr wichtige Rolle: Sie sind die Bewahrerinnen der kulturellen Traditionen“, sagt die Lehrerin und Bäuerin Külli Laos. In Lettland liegt das Naturreservat Pape.

Dort wechseln sich Feuchtwiesen mit Waldflächen, Küstenlagunen, Mooren, Sandstränden und Wanderdünen ab. Jedes Jahr ziehen Millionen von Zugvögeln durch den hiesigen Landstrich.

Auch viele Wölfe, Luchse, Otter, Biber und Elche suchen die Ruhe dieser Gegend.

Das ist nicht selbstverständlich: Der Zerfall der Sowjetunion löste einen Rückgang der Landwirtschaft aus und die Fläche drohte überwuchert zu werden.

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