22:50: Ellos eatnu - Der Fluss soll leben | Arte | 4/27 2026 Arte
22:50 - 00:45
4 Stunden

Ellos eatnu - Der Fluss soll leben

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Spielfilm Norwegen/Schweden/Finnland 2023

Im Sommer 1979 zieht Ester nach Alta in Nordnorwegen, um dort an einer Grundschule zu unterrichten. Wie viele Saminnen und Samen zu dieser Zeit schämt sie sich für ihre Herkunft und verbirgt ihre ethnische Zugehörigkeit.

Sie unternimmt große Anstrengungen, um sich anzupassen, und lacht sogar bei abfälligen, diskriminierenden Witzen mit.

Als ihr Cousin Mihkkal sie zu einem Camp am Fluss Alta mitnimmt, wo Menschen gegen den Bau eines Staudamms demonstrieren, erfährt Ester, dass der Kampf um den Fluss auch eine Revolte gegen den brutalen Rassismus und die Diskriminierung ihres indigenen Volkes ist.

Nach einer heftigen Konfrontation mit der Polizei beschließen Mihkkal und einige andere, nach Oslo zu fahren, um vor dem Parlament in den Hungerstreik zu treten.

Nun hat Ester verstanden, was auf dem Spiel steht, und erkennt, dass es Zeit ist, Stellung zu beziehen. "Ellos eatnu - Der Fluss soll leben" ist ein Spielfilm, der auf wahren Begebenheiten basiert.

Diese wurden als "Alta-Konflikt" bekannt und inspirierten eine ganze Generation junger Norweger dazu, sich zu engagieren.

Eine packende und bewegende Darstellung des bis heute andauernden Überlebenskampfes der in Norwegen marginalisierten indigenen Bevölkerung der Samen.

Die Hauptrolle besetzte Regisseur Ole Giæver mit der samischen Musikerin und Aktivistin Ella Marie Hætta Isaksen. Der 1977 im norwegischen Tromsø geborene Ole Giæver studierte an der Nordland Kunst- und Filmhochschule auf den Lofoten und an der Konstfack Kunsthochschule in Stockholm.

Sein Spielfilmdebüt "The Mountain" lief 2011 im Berlinale-Panorama, sein nächster Film "Out of Nature" lief 2015 ebenfalls dort und erhielt die Auszeichnung Europa Cinemas Label.

2023 eröffnete "Ellos eatnu - Der Fluss soll leben" das Tromsø International Film Festival und gewann den Publikumspreis.

Beim Göteborg Film Festival folgten der FIPRESCI-Preis und ebenso der Publikumspreis. Zudem erhielt der Film in Haugesund drei Amanda-Filmpreise, für Gard Emil in der Rolle des Mihkkal, für die Regie von Ole Giæver und den Hauptpreis als bester Film.

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