at 17:50 on Arte
Die Karpaten sind das Herz der europäischen Wildnis.
Die Gebirgskette erstreckt sich über mehrere Länder und ist Heimat für zwei Drittel der in Europa lebenden Bären, Luchse und Wölfe. Bären benötigen riesige Reviere, denn auf der Suche nach Unterschlupf, Nahrung und einem Partner legen sie weite Strecken zurück.
In Rumänien ermöglicht ihnen eine uralte Passage die Wanderung zwischen den Nord- und Südkarpaten, um sich zu paaren und den Fortbestand der Art zu sichern: der Korridor von Zarand.
Doch in dem sich wirtschaftlich entwickelnden Gebiet haben sich die Aktivitäten des Menschen verstärkt, was die große ökologische Route bedroht und zu Konflikten mit den Menschen geführt hat.
Die Mitglieder einer Umwelt-NGO und eines Vereins schützen die Wildtiere, die auf den Korridor angewiesen sind, und sichern gleichzeitig den Verbleib der einheimischen Bevölkerung und die Erhaltung ihrer Traditionen. In freier Wildbahn lebende Tiere brauchen große Gebiete, geschützte Habitate und vielfältige Ressourcen zum Leben.
Da der Mensch seine Landnutzung jedoch ständig ausgeweitet hat, wurden diese Gebiete zersplittert und die Kreisläufe der Natur durchbrochen. Natürliche Korridore sind aber für das Überleben und das Gleichgewicht der Ökosysteme von entscheidender Bedeutung.
Daher arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Umweltschützerinnen und Umweltschützer auf der ganzen Welt zusammen mit der Bevölkerung dieser Gebiete daran, wieder frei zugängliche Korridore für die Tiere herzustellen.
Damit verbindet sich für die Menschen die Herausforderung, freilebende wilde Tiere in ihrer Nähe zu akzeptieren.