02:55: Märkte der Welt | Arte | 4/29 2026 Arte
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Märkte der Welt

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Peru: Der Markt der Wünsche

Die peruanische Stadt Puno liegt etwa 3.800 Meter über dem Meeresspiegel am Ufer des Titicacasees.

Einmal im Jahr kommen zahlreiche Händlerinnen und Händler in die Stadt, um auf dem Markt der Wünsche „Alasitas“ zu verkaufen. In der Region um den Titicacasee treffen althergebrachte Inka-Traditionen auf den von den Spaniern eingeführten Katholizismus.

So lockt jedes Jahr ein großes katholisches Fest zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den für die Region so bedeutsamen Markt der Wünsche. Es gibt weltweit nur einen Markt, auf dem man Geldscheine, Häuser, Mehlsäcke, Mini-Computer und Goldbarren in Miniaturform erwerben kann - alle stehen für je einen Wunsch.

In der peruanischen Stadt Puno, an den Ufern des Titicaca-Sees, werden sogenannte „Alasitas“ verkauft. Eine Woche lang bevölkern zahlreiche Händlerinnen und Händler das Stadtzentrum, um die Wunscherfüller unter das Volk zu bringen. In der Kultur der peruanischen Hochebene Altiplano glaubt man an die Macht des Identischen.

Den „Alasitas“ werden magische und religiöse Kräfte nachgesagt, die ihrem Besitzer zu Glück und Wohlstand verhelfen sollen.

Archäologische Funde verschiedener Miniaturobjekte führen die Tradition bis zu den Andenvölkern der Inka und Aymara zurück. Der „Alasitas“-Markt wächst Jahr für Jahr.

Die Händler kommen mitunter bis aus Bolivien nach Puno, um hier ihre Wunscherfüller zu verkaufen.

Die Konkurrenz schläft nicht und die Verkaufstaktiken von Preisvorteilen bis hin zu zusätzlichen Segnungen durch das andine Challa-Ritual werden immer ausgefeilter.

Einen Wunsch zu verkaufen ist etwas anderes, als einfach nur einen Gegenstand zu vertreiben. Der „Alasitas“-Markt ist auch deshalb so bekannt, weil hier jedes Jahr zur gleichen Zeit im Mai eines der wichtigsten katholischen Feste Lateinamerikas gefeiert wird: das Kreuzfest, „La Fiesta de la Cruz“.

Tausende Menschen kommen aus dem ganzen Land, um ihre „Alasitas“ zu kaufen und sie am Kreuzfest segnen zu lassen. Der Priester der Stadt stellt sich an diesem Tag auf dem Vorplatz seiner Kirche für eine große „Alasitas“-Segnung zur Verfügung.

Ein einzigartiger Moment, in dem sich die althergebrachten Anden-Traditionen und der katholische Glaube vermischen.

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