00:40: Myanmar Diaries | Arte | 4/14 2026 Arte
00:40 - 01:50
5 days

Myanmar Diaries

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Flaschenpost aus Myanmar

Myanmar ist eines jener Länder, die immer wieder in den internationalen Schlagzeilen erscheinen, um dann wieder monatelang keine mediale Aufmerksamkeit mehr zu bekommen.

Zehn junge burmesische Filmschaffende, die anonym bleiben müssen, weil sie ihr Leben riskieren, haben es gewagt, einen erschütternden Hilferuf zu realisieren.

Der preisgekrönte hybride Dokumentarfilm „Myanmar Diaries - Flaschenpost aus Myanmar“ zeigt Myanmar nach dem Militärputsch am 1. Februar 2021, die landesweiten Proteste, den zivilen Ungehorsam.

Handyaufnahmen von Bürgerjournalisten und -journalistinnen dokumentieren, wie brutal und willkürlich das Militär gegen Demonstrierende vorgeht. Eine junge Frau wird erschossen, weil sie ein rotes T-Shirt trägt - Rot gilt als Farbe des Protests.

Zwischendurch sind die Oppositionellen auch zu Hause zu sehen.

Ihre Gesichter sind nie erkennbar, doch ihre Angst, ihre Entschlossenheit, ihre Trauer, ihre Wut und die unendliche Leere, die die getötete Freundin im Alltag hinterlässt, werden umso deutlicher spürbar. Das Myanmar Film Collective will weder aufgeben noch sich in Opferrollen drängen lassen.

Genau darum ist dieser Dokumentarfilm entstanden.

Er ist ein Akt und Dokument des kreativen Widerstands mit den Mitteln des Kinos. „Dieser Film handelt vom 'frühlingshaften Traum' von Freiheit in Myanmar, der nur zehn Jahre währte, vom Enthusiasmus und von der Hoffnung einer jungen Generation, die brutal niedergeschlagen wurde.“ (Statement Myanmar Film Collective) Die Gruppe möchte den Menschen eine Stimme geben, die in dem Land, dem die Freiheit wieder genommen wurde, aktuell keine haben. Der Film feierte seine Premiere auf der Berlinale 2022, wo er mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet wurde.

In der Jurybegründung heißt es: „Mutige Menschen haben die Ereignisse aufgezeichnet.

Trotz der schonungslosen Darstellung der Gewalt, entwickelt der herausragende Film seine eigene künstlerische Poesie.“ Auch der Amnesty-Filmpreis der Berlinale ging an „Myanmar Diaries“.

Die Begründung: „‚Myanmar Diaries‘ ist ein beeindruckend investigativer und zutiefst mutiger Film. (…) Er zeigt, wie unberechenbar, willkürlich, brutal und omnipräsent das Regime in Myanmar ist und auch, wie Menschen aller Generationen auf unterschiedliche Weise auf ihre Freiheit drängen. (…) Er erfindet eine ganz eigene Dramaturgie und Bildsprache dafür, wie man es schafft, Menschen zu zeigen, ohne sie zu zeigen.

Neben dokumentarischen Sequenzen begleitet der Film die Protagonistinnen und Protagonisten dabei, wie sie nach Bildern ringen, wo das Dokumentarische nicht mehr ausreicht.

Dabei wird bewusst mit der Verwischung der Grenzen gespielt. Hektische Live-Aufnahmen wechseln sich ab mit künstlerischen Sequenzen, die zeigen, dass Zivilcourage beides braucht - Mut und langen Atem.

Wir sagen: Diesen Film braucht die Welt.“

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