Im Finale der Staffel spitzen sich die Konflikte in Varjakka zu: Während Sanna offiziell vom Fall abgezogen wurde und sich eigentlich um ihre frisch geborene Enkelin kümmern sollte, spürt Lauri, dass in der Gemeinschaft etwas Grundsätzliches nicht stimmt.
Leenas Erzählungen über ihre Schwester Marja öffnen ihm die Augen für lange vertuschte Übergriffe in der frommen Gemeinde und für die Rolle der geistlichen Führung dabei. Parallel dazu geraten die inneren Strukturen der Laestadianer ins Wanken.
Junge Mitglieder wie Elina stellen offen Fragen zur Rolle der Frauen und zur Macht einiger Männer.
In einem „Seelsorge“-Treffen wird sie gezwungen, öffentlich um Vergebung zu bitten - Sanna stellt in einem Gespräch mit Elina das Ritual deutlich infrage.
Lauri wird sich immer bewusster, wie seine eigene Kindheit von denselben erdrückenden Mechanismen geprägt war und wie diese Erfahrungen sein Verhalten als Erwachsener beeinflussen. Als Leena beschließt, nicht länger zu schweigen, trägt sie die verdrängte Geschichte ihrer Schwester der Gemeinde vor.
Was als Gebetstreffen beginnt, wird zum Moment der Abrechnung, in dem Schuld, Scham und der Anspruch auf Vergebung offen verhandelt werden.
Sanna und Lauri müssen sich entscheiden, was für sie persönlich Gerechtigkeit bedeutet - und welchen Preis sie dafür bereit sind zu zahlen. Die Serie wurde in der nordfinnischen Oulu-Region am Bottnischen Meerbusen gedreht und behandelt in jeder ihrer drei Staffeln eine andere Zeitebene in der kleinen Gemeinde Varjakka.
Die in der Serie vorgestellte Glaubensgemeinde der Laestadianer ist eine Erweckungsbewegung unter den Lutheranern, die unter anderem auch in Nordamerika und Schweden verbreitet ist. Über die Hälfte der Gläubigen sind allerdings Finnen.
Mit oft sehr strengen Moralvorstellungen lehnen viele Anhänger zum Beispiel Verhütungsmittel ab.