Die Freunde Pete Calder und Big Boy Matson kämpfen als Cowboys und Kleinrancher gegen den Großgrundbesitzer Jim Ed Love und den Lauf der Zeit.
Das wenige Geld, das sie als Soldaten im Zweiten Weltkrieg verdient haben, stecken sie in die traditionelle Viehzucht, obwohl man davon in den späten 40er Jahren nicht mehr leben kann.
Sie genießen ihre Freiheit, bis sie sich beide in die gleiche Frau verlieben, Mona, die mit dem Vorarbeiter ihres Widersachers Jim Ed verheiratet ist. Für einen von ihnen endet die Romanze tödlich. Eine Farm und eine Herde mit Rindern - das ist der große Traum von Pete Calder (Billy Crudup) und seinem Freund Big Boy Matson (Woody Harrelson).
Als die beiden Kriegsteilnehmer 1946 ins beschauliche Provinzstädtchen Hi-Lo im Mittleren Westen heimkehren, müssen sie jedoch feststellen, dass Cowboys zum Auslaufmodell geworden sind.
Der moderne Viehbaron Jim Ed Lowe (Sam Elliot) dominiert die Rinderzucht mit industrieller Massentierhaltung.
Auch für Pete und Big Boy gäbe es auf seiner Ranch einen Job, doch die beiden schließen sich lieber mit ihrem aufrechten Nachbarn Hoover (James Gammon) zusammen.
Mit der althergebrachten Arbeitsweise schaffen sie gemeinsam das Unmögliche: Ihre Rinder gedeihen prächtig - doch zwischen den unzertrennlichen Freunden beginnt es bald zu kriseln.
Seit einem Flirt mit der verheirateten Mona (Patricia Arquette) ist Pete besessen von der attraktiven, aber etwas verruchten Frau. Doch Mona wird die Geliebte von Big Boy und stürzt Pete in einen Konflikt zwischen Loyalität und quälender Eifersucht.
Selbst die Zuneigung der ebenso liebreizenden wie patenten Josepha (Penélope Cruz) bringt den Schmachtenden nicht auf andere Gedanken.
Die Nachricht, dass die schwangere Mona sich scheiden lässt, bedeutet den endgültigen Triumph für Big Boy, der bislang weder eine Schlägerei noch eine Pokerparty verloren hat - und nun auch als selbst ernannter Rinder- und Frauenversteher die Oberhand behält.
Als er seinen nichtsnutzigen Bruder Little Boy (Cole Hauser) gewaltsam maßregelt, geschieht das Unfassbare. Meisterregisseur Stephen Frears inszenierte diesen melancholischen Abgesang auf die echten Cowboys und ihre wahre Männerfreundschaft.
Der vielseitige Vertreter des New British Cinema hat sich einen Namen mit Sozialdramen, Thrillern und dem großartigen Kostümfilm "Gefährliche Liebschaften" gemacht.
Mit "Hi-Lo Country - Im Land der letzten Cowboys" gelingt ihm ein existenzialistischer Spätwestern, dessen bildgewaltige Landschaftspanoramen die Sehnsüchte seiner markigen Helden ausdrücken.
Geschickt variiert Fears den westerntypischen Mythos eines Mannes, für den es in der zivilisierten Welt keinen Platz mehr gibt.
Neben Billy Crudup in der Rolle des introvertierten Viehtreibers trumpft "Natural Born Killer" Woody Harrelson als archaischer Instinktmensch auf, der das Gesetz selbst verkörpert - und so an seinen überkommenen Idealen zugrunde geht.
Patricia Arquette als Femme fatale und Penélope Cruz glänzen in den starken weiblichen Rollen. ARTE Schwerpunkt: Die Bären sind los: ARTE und die 76.
Berlinale: Vom 12. bis 22. Februar 2026 ist Berlin die Hauptstadt des internationalen Kinos. ARTE strahlt hierzu eine Auswahl von 13 früheren Weltpremieren und Preisträgern des Festivals aus, ob fiktionale Filme oder Dokumentarfilme.
Darunter auch die ARTE-Koproduktion und der Goldene Bär aus dem Jahr 2024: "Dahomey" von Mati Diop. ARTE begleitet die 76.
Berlinale mit einer Reihe von 13 Filmen, die auf dem Festival ihre Uraufführung hatten und/oder ausgezeichnet wurden. Frei verfügbar sind die Filme auch auf arte.tv.