at 22:15 on WDR Fernsehen
Mit den Gästen Alfons, Katie Freudenschuss, Mareike Richter und Wilfried Schmickler sowie natürlich mit Gastgeber Christoph Sieber, mit Karen Dahmen, Martin Maier-Bode und Philip Simon Dürre, Hitze, Krieg, Rechtsextremismus, Werksschließungen, Zollstreit und so weiter und so fort.
Gibt es sie denn gar nicht mehr, die guten Dinge? Doch! Die "Mitternachtsspitzen" starten nach der Sommerpause und am Vorabend der Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ins 39.
Jahr ihres Bestehens und heben umgehend die Stimmung.
Denn sie stellen einen Gute-Laune-Beauftragten vor, entzaubern Ideologien, schrumpfen Hassfiguren, lassen die Meinungsfreiheit hochleben wie auch das Gemeinschaftsgefühl.
Und sie bringen ganz nebenbei noch eine unterhaltsame Aktualisierung der "Odyssee" auf die Bühne, die bisherige Blockbuster alt aussehen lässt. Lachen als Ventil - schon bei Homer zu finden. Götter, die sich wie unreife Jugendliche benehmen, Helden, die aufgrund ihrer menschlichen Schwächen scheitern, protzige Machthaber, die trotzdem sterblich bleiben, eine Nachwelt, die vergisst und alte Fehler neu begeht: Für Satiriker ein Quell ewiger Heiterkeit, der unaufhörlich sprudelt bis in unsere Tage.
Sogar trotz Krieg, Hitze, Dürre - oder schlichter: Trump, Spahn, Siegmund, Putin, Merz, Klingbeil, Bas und so weiter und so fort. Kabarettisten haben's schwer.
Wann immer etwas passiert in dieser Welt, müssen sie es aufgreifen, zu Satire verarbeiten und unter das Volk bringen. Im Fernsehen haben es Kabarettisten besonders schwer.
Denn hier gibt es statt eines begeisterten Publikums vor der Bühne auch noch die Quoten ... Doch es gibt noch ein paar Oasen, in denen sich Kabarettfreunde an Spitzzüngigem laben können, wie Dürstende an der kühlen Quelle.
Eine davon heißt "Mitternachtsspitzen".