at 05:45 on WDR Fernsehen
Der Irankrieg hat die Energiekosten sprunghaft nach oben getrieben und damit die Inflation heftig angeheizt. Auch wenn die Spritpreise seit Donnerstag fallen, kann niemand sagen, ob dieser Trend auf Dauer anhält.
Zu volatil ist die Lage. Demensprechend verstummen die Stimmen auch nicht, die eine echte und nachhaltige Entlastung für Bürger und Unternehmen fordern.
Zurecht oder handelt es sich dabei um blinden Aktionismus, wie Bundeswirtschaftsministerin Reiche sagt.
Bundeskanzler Merz hat kurzfristigen Entscheidungen diese Woche eine Absage erteilt, aber vielleicht ringt sich die Regierung am Sonntag im Koalitionsausschuss doch zu einer gemeinsamen Linie durch.
Zur Erinnerung: Im Koalitionsvertrag hatte sie versprochen, die Einkommenssteuer für kleine und mittlere Einkommen zu senken, um die finanzielle Belastung dieser Haushalte zu reduzieren.
Das war im Frühjahr 2025 und lange, bevor der Krieg im Nahen Osten absehbar war.
Aber das hat Erwartungen geweckt, was wird jetzt daraus? Parallel arbeitet die Regierung an einem großen Reformpaket, um die Wirtschaftslage zu verbessern.
Die Aussichten haben sich aufgrund des Irankrieges deutlich verschlechtert.
Die Folge: Weniger Steuereinnahmen, was das Haushaltsloch, das sich bis 2029 auf bis zu 140 Milliarden Euro aufsummiert, voraussichtlich noch vergrößern wird.
Kann es vor dem Hintergrund überhaupt Entlastungen für die Bürger geben? Und wenn ja, wie sollten diese gegenfinanziert werden? Im Gespräch ist eine Anhebung der Mehrwertsteuer oder des Spitzensteuersatzes.
Oder geht kein Weg an Einsparungen im Bundeshaushalt vorbei? Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn mit den Gästen: * Angelika Hellemann (BILD am Sonntag) Ihre journalistische Laufbahn begann Angelika Hellemann im Regionaljournalismus bei der „Lippische Landes-Zeitung“.
2002 ging sie nach Hamburg zur Axel-Springer-Journalistenschule und arbeitete im Anschluss bei der „BILD am Sonntag“. 2007 wechselte sie als Korrespondentin in das Parlamentsbüro nach Berlin.
Dort übernahm Angelika Hellemann die Berichterstattung über die SPD und später auch über die Grünen. Seit 2014 ist Angelika Hellemann stellvertretende Politikchefin bei „BILD am Sonntag“, seit 2023 ist sie dies auch bei der „BILD“.
2021 übernahm sie die Betreuung des Kanzleramtes für die BILD-Gruppe. * Julia Löhr (Frankfurter Allgemeine Zeitung) Julia Löhr studierte Betriebswirtschaft und Publizistik in Mainz.
Vom Jahr 2000 an arbeitete sie zunächst für das Anlegermagazin Die Telebörse und das ZDF-Wirtschaftsmagazin WISO. 2007 wechselte sie zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schrieb erst über Wirtschaftspolitik, dann im Unternehmensressort.
Nach einem Gastaufenthalt bei der britischen Tageszeitung The Guardian baute sie als stellvertretende Leiterin das Magazin Frankfurter Allgemeine Woche mit auf.
Seit Anfang 2018 ist sie Wirtschaftskorrespondentin im Hauptstadtbüro der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. * Jörg Quoos (FUNKE) Jörg Quoos ist seit 2015 Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion in Berlin und seit 1.
Mai 2023 Herausgeber der Berliner Morgenpost.
Der gebürtige Heidelberger begann seine Karriere bei der Rhein-Neckar-Zeitung, war Redakteur der BZ in Berlin, Politikchef von BILD und BILD am SONNTAG, Stellvertreter des Chefredakteurs bei BILD sowie Chefredakteur des FOCUS. * Jörg Wimalasena (Freier Journalist) Jörg Wimalasena arbeitet als Politischer Korrespondent für die WELT.
Seit sieben Jahren berichtet er regelmäßig aus den Vereinigten Staaten – zwischen 2019 und 2021 als US-Korrespondent mit Sitz in New York. Er bereiste alle kontinentalen Bundesstaaten und recherchiert regelmäßig vor Ort zur sozialen Lage im Land. In seinen Reportagen beschäftigt er sich vorwiegend mit den Themen Armut, Obdachlosigkeit, dem dysfunktionalen Gesundheitssystem und der Arbeit von Gewerkschaften. Der Presseclub ist eine aktuelle Diskussionssendung, in der das jeweils wichtigste politische Thema der Woche aufgearbeitet wird. Journalistinnen und Journalisten mit unterschiedlichen Standpunkten analysieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln politische Ereignisse und Entwicklungen. Dabei wird der Hintergrund von Schlagzeilen aufgehellt, und es entsteht im Dialog ein Wettstreit um die Interpretation von politischen Vorgängen. Für das Publikum ergibt sich damit ein Angebot von Meinungen, die sich in der Diskussion überprüfen lassen müssen und auf diese Weise ihre Glaubwürdigkeit und Plausibilität unter Beweis stellen müssen.