at 19:30 on Tagesschau 24
* Brasilien: Wer gewinnt die Präsidentenwahl?
In der zweiten Runde der Präsidentenwahl geht es für die beiden Kandidaten um alles: Präsident Lula Da Silva will sein Amt verteidigen, für weitere vier Jahre die Geschicke der 213 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianer leiten.
Sein Herausforderer Flavio Bolsonaro will das rechtskonservative Werk seines Vaters Jair Bolsonaro fortsetzen und Brasilien politisch eng an die USA von Donald Trump anlehnen.
Im ersten Wahlgang hatte Bolsonaro Junior überraschend vorn gelegen. Inzwischen zeigen die Umfragen, dass Amtsinhaber Lula da Silva den Rückstand fast aufgeholt hat.
Das wichtigste Thema im Wahlkampf ist die Gewalt auf den Straßen und die zunehmende organisierte Kriminalität. Bolsonaro setzt auf Härte durch die Polizei, Lula da Silva will vor allem bei den Armen mit mehr Bildung der Kriminalität den Nährboden entziehen.
Die Polizei selbst hat inzwischen bei vielen im Land einen schlechten Ruf, weil ihre Einsätze häufig sehr brutal verlaufen und vor allem in den Armenvierteln viele Opfer fordern.
Der Weltspiegel berichtet über die Angst vor Kriminalität und vor der Polizei, die den Wahlkampf bis zum letzten Tag prägt. * Israel: Vor der Parlamentswahl – wer unterstützt Netanjahu?
Israels Langezeit-Premier Benjamin Netanjahu gehört ohne Zweifel zu den umstrittensten Politikern weltweit: Für die einen ist er ein Kriegsverbrecher, für die anderen ist er ein politischer Überlebenskünstler.
Der 77-Jährige tritt bei der Parlamentswahl am 27.10.
wieder an, trotz massiver Kritik an seiner Führung und trotz der brutalen Hamas-Attacke vor drei Jahren, für die ihm viele eine Mitverantwortung anlasten.
Aber woher kommen seine Unterstützer, wer hält ihn weiterhin für den am besten geeigneten Premierminister Israels?
Seine ursprünglich nationalkonservative Likud-Partei wandelte sich unter Netanjahu zu einer rechtspopulistischen Partei, die inzwischen für Nationalismus und Hinwendung zur illiberalen Demokratie steht.
Der Likud bleibt weiterhin das Fundament der Macht Netanjahus.
Der Weltspiegel analysiert vor den Wahlen, welche Gruppen Benjamin Netanjahu immer noch unterstützen und ob sie für einen weiteren Wahlerfolg ausreichen können. * Sudan: Ein Jahr nach dem Massaker von El-Fashir Die Massaker von El-Fashir verfolgen Mahasin Mohammed bis heute: Auf der Flucht vor der RSF-Miliz musste sie mitansehen, wie ihre Tochter von einem Granatsplitter tödlich getroffen wurde – ohne Krankenhaus, ohne Hilfe, mitten in der Wildnis.
Heute lebt sie mit ihrer Familie in einer provisorischen Unterkunft in Khartum.
Doch vor dem Krieg gibt es für sie kein Entkommen: Die Bilder ihrer Flucht und der Gewalt lassen sie nicht los. Während die sudanesische Armee und die RSF um Macht, Land und Ressourcen kämpfen, versuchen Frauen in den Emergency Response Rooms, das Überleben der Zivilbevölkerung zu sichern – mit Lebensmitteln, Gemeinschaftsküchen und Hilfe dort, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Mahasin will zurück: „Man kann sein Zuhause nicht vergessen“, sagt sie.
Doch El-Fashir ist heute eine Geisterstadt – und der Horror des Massakers bleibt. * Indien: Der Schlangendoktor von Assam In der Gegend rund um Assam im Nordosten Indiens ist Dr.
Surajit Giri eine echte Berühmtheit: Den Arzt aus dem Krankenhaus nennen alle respektvoll nur „den Schlangendoktor“. Mit einfachen Mitteln hat er dafür gesorgt, dass in den vergangenen acht Jahren kein Mensch in seinem Bezirk an Schlangenbissen gestorben ist.
Vor allem in den Teeplantagen fühlen sich die giftigen Grubenottern und Kettenvipern wohl. Die Pflückerinnen, die auf den Feldern arbeiten, sind immer in Gefahr, gebissen zu werden.
Mit Dr. Giris App wissen sie aber schnell, was zu tun ist. Und der Arzt erfährt früh, wenn die nächste Patientin mit Gegengift behandelt werden muss.
Mehr als 50.000 Menschen sterben jedes Jahr in Indien nach einem Schlangenbiss, vor allem, weil die richtigen Behandlungen nicht schnell genug in die Wege geleitet werden. * Südafrika: Die Sprache der Elefanten In der Provinz Limpopo sind Wissenschaftler einem Geheimnis auf der Spur, dass das Verständnis für Elefanten entscheidend verbessern soll.
Wie kommunizieren Elefanten miteinander und besteht die Möglichkeit, mit Elefanten in ihrer Sprache zu sprechen? Forscher aus der ganzen Welt sind in einem Elefanten-Schutz-Projekt zusammengekommen, um die Sprache der Elefanten zu entschlüsseln.
Mit Elektroden verkabeln die Forscher die zahmen Tiere, um Gehirnströme zu messen und herauszufinden, wie ihre Reaktionen auf Töne aus dem Lautsprecher sind.
Nach vielen Versuchen wird klar, dass die Elefanten künstlich erzeugte Töne nicht als ihre Sprache identifizieren, sondern nur auf Artgenossen reagieren.
Die Sprache der Elefanten muss also auf anderen Wegen entschlüsselt werden.
Grundlagenforschung für die Wissenschaftler, die hoffen, mit dem Verstehen der Elefanten-Sprache Angriffe aggressiver Tiere irgendwann vorhersagen zu können. * Thailand: Demenzdorf für Europäer 9.000 Kilometer fern der Heimat: Im thailändischen Chiang Mai leben Gerda aus Berlin, Nick aus der Schweiz und acht weitere Seniorinnen und Senioren.
Sie alle sind dement. Sie wohnen in einem besonderen Wohn- und Pflegeprojekt. Der Schweizer Martin Woodtli ist der Gründer von „Baan Kamlangchay“, auf Deutsch etwa „Haus der herzlichen Betreuung“.
Einem Pflegeheim für demente Menschen aus Europa. Jeweils drei Betreuungspersonen kümmern sich rund um die Uhr im Schichtbetrieb um jeden Bewohner. Immer zwei Demenzkranke teilen sich ein Haus.
Sie wohnen verteilt im Dorf inmitten einer thailändischen Nachbarschaft.
Die Idee zum Projekt hatte Martin Woodtli, als er seine an Demenz erkrankte Mutter vor mehr als 20 Jahren aus der Schweiz nach Chiang Mai brachte, um dort ihre Pflege zu organisieren.
Denn in Thailand ist die Pflege um Tausende Euro günstiger als in der Schweiz. Als andere in der Schweiz und Deutschland darauf aufmerksam wurden, war das Interesse groß.
Auch wenn die thailändischen Betreuerinnen kaum Deutsch oder Englisch sprechen. Der Weltspiegel portraitiert das besondere Heim für demente Menschen aus dem fernen Europa. Das in Deutschland wohl beliebteste Auslandsmagazin bringt packende Reportagen, die dem Zuschauer nicht zuletzt bei der Orientierung über die aktuellen Ereignisse auf dem Globus helfen sollen.