23:40: Weltspiegel | Tagesschau 24 | 5/31 2026 Tagesschau 24
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Weltspiegel

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Auslandskorrespondenten berichten

* Ukraine: Energiewende im Krieg? Der Bürgermeister von Trostjanez – einer Kleinstadt im Nordosten der Ukraine - hat Großes vor. Die Energiewende im Angesicht der russischen Angriffe.

Jedes städtische Gebäude, jede Schule, jedes Krankenhaus will er mit erneuerbaren Energiequellen ausstatten, sodass die russischen Luftschläge die Arbeit in der Stadt nicht mehr so behindern können, sagt Jurij Bowa.

Der Bürgermeister hat das Glück, dass seine Stadt eine von mehreren ukrainischen Modellstädten für den Wiederaufbau ist und es Förderung gibt. Sie sind auch auf internationale Investitionen angewiesen.

Die Solaranlagen wurden z. B. mit Geld aus Deutschland aufgebaut. Windanlagen im Ort sollen folgen. Denn der Winter war hart und lange für die Menschen in der Ukraine.

Mitten in der kältesten Jahreszeit griff Russland Kraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung an. Über Wochen waren Einwohner wie in Kiew ohne Strom und Heizung. * China: KI & Robotik: Folgen für den Arbeitsmarkt?

Sie nennen sich „Dark Factory“: Fabriken, die fast ohne Menschen laufen. Es sind roboterbetriebene Produktionsstätten – vom iPhone bis zum E-Auto.

Ein Team des ARD-Studios Peking besuchte eine der sogenannten „Dark Factories“, die in China stark zunehmen und auch vielen Arbeitern den Job wegnehmen.

Wie weit vorangeschritten ist in der Volksrepublik der Ersatz von menschlicher Arbeit? Es gibt zahlreiche staatlich geförderte Start-Ups, die laufend neue Business-Ideen auf den Markt bringen.

Auf einer KI-Messe bei all den tanzenden Robotern, die bereits Kanzler Merz begeistert haben, stellt sich die Frage: Was ist Show und was hat Substanz?

Und löst diese Entwicklung bei den Menschen in China Sorgen aus oder ist es schon so sehr Teil der Realität, dass es gar nicht mehr als etwas Besonderes auffällt? * Argentinien: Mate-Tee und Milei Waldemar Schwinder hat Präsident Milei gewählt, aber mittlerweile bereut er die Entscheidung.

Waldemar produziert das wohl argentinischste Produkt, das es gibt: Mate-Tee.

Fußball-Star Messi trinkt ihn täglich und wäre wohl ohne Mate nicht Weltmeister geworden, aber auch Papst Franziskus hatte auf dem Petersplatz immer einen hölzernen Mate-Becher mit silbernem Metallstrohhalm in der Hand gehabt – typisch argentinisch.

Mate-Tee belebt dank Koffein und gilt mit Antioxidantien und Nährstoffen als gesünder als Kaffee. Doch die Produktion und Tradition des Mate-Tees ist in Gefahr – wegen Präsident Milei.

Landwirte wie Schwinder hatten ihn gewählt, weil sie auf ein Ende der hohen Inflation und staatlichen Schuldenpolitik hofften. Doch Präsident Milei setzt auf Deregulierung.

Mate-Bauern stünden jetzt ohne Schutz da, beklagt Waldemar Schwinder, der für seine Ernte nur noch etwa die Hälfte bekommt.

Das Nationalgetränk Mate-Tee sei in Gefahr. * Südafrika: 100 Jahre Kruger Nationalpark Der Kruger-Nationalpark zählt zu den bekanntesten Safari-Gebieten der Welt.

Jedes Jahr reisen fast eine Million Touristen in das Reservat im Nordosten Südafrikas. Darunter auch viele Urlauber aus Deutschland, Großbritannien und den USA.

Wir begleiten einen südafrikanischen Influencer, der mehr als 100 Tage pro Jahr im Park verbringt, und das Wildlife und den einmaligen Artenschutz dokumentiert.

Diesen Appell hat er an die Touristen aus aller Welt: "Die Chefs im Park sind einzig und allein – die Tiere". * Usbekistan – Bauboom gegen Welterbe Als touristische Top-Destination ist Usbekistan in Europa nicht bekannt.

In Asien mittlerweile schon: Die Zahl der Besucher wächst auch in diesem Jahr – mit Steigerungsraten, die über dem weltweiten Durchschnitt liegen. Die Regierung tut viel dafür, dass es auch so bleibt, unter anderem mit einer Visafreiheit für mehr als 100 Länder.

Vor allem aber hat Usbekistan kulturell einiges zu bieten: Das Land besitzt mit seinen alten Städten Buchara und Samarkand Perlen islamischer Architektur und Kultur an der früheren Seidenstraße.

Deswegen hat die UNESCO – die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur – ihnen den Welterbe-Status verliehen.

Doch das Weltkulturerbe ist unter Druck geraten, u. a. durch Touristen, die in Massen durch die Altertümer strömen. Aber auch durch das Geld, das sie mitbringen und das den Staat und UNESCO ihre Beschützerrolle vergessen lässt. "Weltspiegel"-Podcast: China: KI & Robotik: Folgen für den Arbeitsmarkt Das in Deutschland wohl beliebteste Auslandsmagazin bringt packende Reportagen, die dem Zuschauer nicht zuletzt bei der Orientierung über die aktuellen Ereignisse auf dem Globus helfen sollen.

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