* Haiti: der Kampf gegen die Banden Der Kampf der bewaffneten Banden auf Haiti findet kein Ende.
Immer mehr Waffen kommen ins Land, die Banden sind inzwischen besser bewaffnet als die überforderte Polizei. "Die kriminellen Netzwerke sind ziemlich kreativ", sagt Juan Marquez, ein Polizei-Ausbilder, den die UN nach Haiti geschickt haben. "Natürlich brauchen wir die nationalen Behörden aller Länder hier, damit die reagieren können und damit sie zusammenarbeiten, um diese Netzwerke zu zerschlagen." Haiti gilt als "failed State", als gescheiterter Staat ohne Ordnung und durchsetzungsfähige Institutionen.
Die Banden nutzen Haiti als Umschlagplatz für Drogenschmuggel und andere kriminelle Taten. Die Zivilbevölkerung ist ihnen schutzlos ausgeliefert.
Hinter den Banden stehen lokale Eliten, die inzwischen die Kontrolle über die Gangs verloren haben. * USA: Rosa Parks und ihre Nachfolgerinnen Der 1.
Dezember 1955 gilt als entscheidender Tag für die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung. In Montgomery/Alabama gilt im öffentlichen Nahverkehr Rassentrennung.
Ein weißer Fahrgast verlangt die Räumung der reservierten Sitzreihe, in der die Näherin Rosa Parks sitzt. Die damals 42-jährige Parks weigert sich, da sie nicht die ganze restliche Fahrt stehen will.
Parks wird wegen Störung der öffentlichen Ruhe festgenommen, am Abend aber wieder freigelassen. Bereits am Tag darauf kommt es zu lokalen Protesten und einem ersten Aufruf zum Bus-Boykott für den darauffolgenden Montag.
Der Boykott dauert insgesamt 381 Tage, am Ende hebt der Oberste Gerichtshof die Rassentrennung in den Bussen von Montgomery auf. Was ist geblieben von der Bürgerrechtsbewegung in Zeiten von Trump und seiner ausgrenzenden Politik?
Gudrun Engel berichtet über den Umgang mit Rassismus und über das Selbstverständnis von Bürgerrechtsaktivist*innen im Jahr 2025. * Syrien: Rückkehr der Araberpferde Ein Jahr nach dem Ende der Assad-Dynastie erlebt Syrien einen Neuanfang – auch sportlich.
Der Reitsport galt jahrzehntelang als exklusives Hobby der Herrscherfamilie, Konkurrenten wurden verfolgt und mundtot gemacht. Adnan Kassar, der als Jockey 1992 Bassel al-Assad besiegte, musste kurz darauf brutal für seinen sportlichen Erfolg bezahlen.
Das Assad-Regime ließ ihn im berüchtigten Gefängnis Sednaya verschwinden.
Heute ist er frei, reitet wieder und trainiert junge Syrer auf Vollblutaraberpferden. * Westsahara: Leben im Niemandsland Seit fast 50 Jahren leben die Sahraoui in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste fern ihrer Heimat Westsahara.
Der Konflikt um Selbstbestimmung spaltet das Land: Marokko kontrolliert große Teile, die Polisario kämpft weiter. Internationale Unterstützung schwindet, während Armut und Abhängigkeit von Hilfslieferungen wachsen.
Kinder lernen Krieg und Staat im Klassenzimmer, obwohl sie die Heimat ihrer Familie nie gesehen haben. Die UN-Friedensmission verspricht Stabilität, doch ein Referendum lässt weiter auf sich warten.
Der Film zeigt einen vergessenen Konflikt, der bis heute das Leben eines ganzen Volkes bestimmt. Die ARD-Korrespondent*innen erzählen spannende Geschichten, blicken weltweit auf den Alltag der Menschen und hinter die Kulissen: in packenden Reportagen und berührenden Porträts. Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter.
Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ.
Julia-Niharika Sen zeigt zusammen mit den ARD-Korrespondenten weltweit den Alltag der Menschen im nahen und fernen Ausland: in packenden Reportagen, spannenden Geschichten und berührenden Porträts.