22:45: NDR Kultur - Das Journal | NDR Fernsehen | 5/11 2026 NDR Fernsehen
22:45 - 23:15
4 Stunden

NDR Kultur - Das Journal

at 22:45 on NDR Fernsehen

Moderation: Julia Westlake

* Über die Gründer des größten Heay-Metal-Festivals: Der Film "Wacken - Hearts Full Of Metal" Einmal im Jahr zieht es Heavy Metal-Freunde aus der ganzen Welt in ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein nach Wacken - und das seit 1990.

Die beiden Festivalgründer Holger Hübner und Thomas Jensen wollten damals vor allem eins: Spaß haben. Und so organisierten sie aus einer Bierlaune heraus in ihrem Wohnort Wacken ein erstes Open Air-Festival.

Was als kleine Dorfveranstaltung mit rund 800 Besuchern begann, wurde zum weltweit größten Heavy Metal-Festival mit inzwischen rund 85.000 Teilnehmenden jährlich.

Der Dokumentarfilm "Wacken - Hearts Full of Metal" (Kinostart 13.05.), in dem die beiden Gründer erstmals ausführlich ihre Geschichte erzählen, befasst sich mit der Geschichte des Wacken Open Air. "NDR Kultur - das Journal" hat die Regisseurin Cordula Kablitz-Post getroffen und mit ihr darüber gesprochen. * Theater in Geldnot: Niedersächsische Bühnen fordern mehr finanzielle Unterstützung Die Theater in Niedersachsen machen mobil: Sie fordern von der Landesregierung endlich die vollständige Übernahme der Tarifsteigerungen - denn die zahlt das Land seit sechs Jahren nicht vollständig, fordert aber von den Kommunen Tariftreue.

Die Folge: die Theater sind strukturell unterfinanziert.

Der zuständige Kulturminister Falko Mohrs versichert, dass er Abhilfe schaffen möchte und verweist auf eine Erhöhung der Zuwendungen für die sieben Kommunaltheater in Niedersachsen um 20 Prozent.

Doch die kann das Versäumnis der letzten sechs Jahre nicht ausgleichen. "NDR Kultur - Das Journal" fragt nach: beim Schlosstheater in Celle, dem Deutschen Theater in Göttingen und beim Minister.

Wie soll es weitergehen mit den Theatern in Geldnot in Niedersachsen? * Demenz-Drama mit feinem Humor: Der Spielfilm "Der verlorene Mann" Was macht eine Demenzerkrankung mit einem Menschen?

Und was mit dem Umfeld? Davon erzählt der Kinofilm "Der verlorene Mann" (Kinostart: 7.05.).

Die Künstlerin Hanne (Dagmar Manzel) und der pensionierte Pfarrer Bernd (August Zirner) führen eine glückliche, nach Jahren etwas eingefahrene Ehe. Dieses Gleichgewicht gerät aus den Fugen, als Hannes früherer Ehemann Kurt (Harald Krassnitzer) unerwartet vor ihrer Tür erscheint.

Durch seine Demenzerkrankung kann er sich nicht mehr daran erinnern, dass er und Hanne seit zwanzig Jahren geschieden sind.

Als das Paar ihn vorübergehend bei sich aufnimmt, kehrt zunächst eine verloren geglaubte Leichtigkeit in ihre Ehe zurück - doch je mehr Zeit vergeht, desto stärker gerät ihr gemeinsames Leben aus den Fugen.

Regisseur Welf Reinhart erzählt von seiner Recherche und wie wir einen neuen Umgang mit Demenz benötigen. * Hinter den Fassaden von St. Pauli: Der Roman "KiezBlues" von Tim Sohr Über St.

Pauli hat es schon viele Bücher und Spielfilme gegeben, teilweise wird die "sündige Meile" dabei verklärt.

Schriftsteller Tim Sohr, der selbst einige Jahre auf dem Kiez gelebt hat, hat einen Roman geschrieben, der auch Gewalt, Kriminalität und die Situation der Prostituierten ungeschönt zeigt.

Im Mittelpunkt steht der junger Fotograf Tom Katzenberger, genannt "Katze", der ab den Siebzigern für eine Hamburger Zeitung über die Verbrechen auf dem Kiez berichtet.

Zwischen Rotlichtmilieu, Gewalt, Korruption und persönlichen Verlusten entwickelt sich "Katze" zu einem Chronisten von St. Pauli, wird über die Jahrzehnte selbst Teil des Milieus.

Autor Tim Sohr verbindet in seinem Buch wahre Kiez-Größen mit erfundenen Figuren. "Kiez Blues" (Gmeiner Verlag) ist ein spannender Roman, unser "NDR Buch des Monats". * Queer, politisch, persönlich: Die Sängerin Wilhelmine Schon ihre erste Single "Meine Liebe", auf dem Wilhelmine offen über ihr Queersein singt, war ein Erfolg, das folgende Album "Wind" erreichte Platz 10 der deutschen Albumcharts.

Die Sängerin, die einen großen Teil ihrer Kindheit und Jugend im Wendland gelebt hat, hat sich mit ihren persönlichen Texten und eingängigen Popsongs schnell eine Fangemeinde aufgebaut.

Jetzt erscheint am 15. Mai ihr neues Album "Nur Mut". Darauf verarbeitet Wilhelmine unter anderem den Tod ihrer Mutter, singt aber auch wieder über gesellschaftliche und politische Themen.

Ab dem 14. Mai geht Wilhelmine auf Tour (u.a. 14.5. Bremen, 15.5. Hannover, 17.5. Rostock, 19.5. Hamburg). Für "NDR Kultur - Das Journal" gab sie exklusiv vorab ein kleines Studiokonzert mit dem Gitarristen Constantin Kilian.

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