01:55: artour | MDR Fernsehen | 9/11 2026 MDR Fernsehen
01:55 - 02:25
Morgen

artour

at 01:55 on MDR Fernsehen

Das Kulturmagazin des MDR

* Deutschland 2033 – Wenn die Demokratie leise kippt Was geschieht, wenn die AfD die Bundesregierung übernimmt und Alice Weidel Kanzlerin wird? In seinem Buch „Deutschland 2033“ entwirft der Journalist und langjährige AfD-Beobachter Justus Bender ein beklemmendes Zukunftsszenario.

Die Demokratie wird hier nicht durch einen Staatsstreich abgeschafft, sie wird schrittweise ausgehöhlt: Kritische Beamte geraten unter Druck, Behörden werden mit loyalem Personal besetzt, Medien eingeschüchtert und politische Gegner zunehmend ausgegrenzt.

Das Beunruhigende: der Alltag geht normal weiter.

Menschen fahren zur Arbeit, die Verwaltung funktioniert, Cafés und Geschäfte bleiben geöffnet. „Die Destabilisierung und Erosion unserer Demokratie kann sehr langsam, auch über Jahre kommen“, so Bender gegenüber dem Kulturmagazin „artour”.

Am Ende stünde „nicht das Vierte Reich, sondern eine illiberale Demokratie, wie es sie in Ungarn gibt“. Wie realistisch das?

Und würden wir überhaupt bemerken, wenn unsere freiheitliche Ordnung zu kippen beginnt? Autor: Tom Fugmann * Zirkus im Wandel Bei dem Wort Zirkus denken viele Menschen sofort an Tiere, die durch Reifen springen, mit Käfigen von den Zuschauern getrennt, an Elefanten, Pferde oder Clowns.

Was aber, wenn sich dieses Bild längst überholt hat, Tierdressur nicht mehr zeitgemäß ist? Zeitgenössischer Zirkus verbindet Akrobatik, Tanz, Theater und Musik zu einer eigenständigen Kunstform, die mehr will als unterhalten.

Er erzählt Geschichten von gesellschaftlichen Konflikten, Migration und Zusammenhalt – oft ohne Worte und über kulturelle Grenzen hinweg. Künstlergruppen wie „Upsala Circus“ aus Zeitz oder „Cirque on Edge“ aus Hamburg setzen dabei auf unmittelbare Begegnung, Vertrauen und gemeinsame Erfahrungen.

Gerade in einer zunehmend digitalen Welt schafft diese Kunstform Nähe und emotionale Momente. „artour“ über den Zirkus von heute, der wie kaum eine andere Kunstform Menschen begeistern und verbinden kann – und dennoch in Deutschland um Anerkennung und Förderung kämpft. Autorin: Mareen Mosler * Die große Wirkung kleiner Gesten – „Theo of Golden“ an der Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste Ein 86-jähriger Mann mit grünem Hut und mysteriöser Vergangenheit betritt ein Café in einer amerikanischen Kleinstadt, erblickt dort die Bleistiftporträts namenloser Menschen, kauft die Bilder und schenkt sie den Porträtierten: Das ist der unspektakuläre Anfang eines Romans über menschliche Güte, die große Wirkung kleiner, scheinbar bedeutungsloser Gesten: Allen Levis Debüt "Theo of Golden" brachte es in den USA auf Platz eins der Bestsellerliste der New York Times, wurde in 42 Sprachen übersetzt und erscheint jetzt auf Deutsch – ein Buch mit einer die Herzen öffnenden Botschaft in politisch polarisierten, disruptiven Zeiten.

Erwartungsgemäß hat auch Hollywood bereits angebissen.

Tom Hanks soll in der Verfilmung wohl den Theo spielen. Autor: Andreas Lueg * "Frost ohne Schnee und Eis" – die Geschichte einer Eisbärenmutter Über zehn Jahre lang hat der norwegische Filmemacher Asgeir Helgestad das Leben einer Eisbärin auf Spitzbergen begleitet.

Begonnen hat es mit ihrem ersten Ausflug zusammen mit ihren Jungen aufs Eis. Szenen, die eine liebevolle und verspielte Eisbärenmutter zeigen. Asgeir Helgestad nennt die Bärin Frost, ihre Jungen Eis und Schnee. Fünf weitere Jungen bringt Frost noch zur Welt.

Asgeir Helgestad gelingen einzigartige Aufnahmen in atemberaubender Natur.

Vor allem aber dokumentiert er den Überlebenskampf der Eisbärin – wie das zurückgehende Eis sie auf der Suche nach Nahrung immer mehr in bewohnte Gebiete vordringen lässt, wodurch sie zur Gefahr für den Menschen wird und damit selbst in tödliche Gefahr kommt.

Der Dokumentarfilm "Frost ohne Schnee und Eis" startet am 17.09. im Kino. Autorin: Petra Dorrmann * Kulturkalender - Theater Naumburg „Deckname: Gardez“, Premiere 11.

September - Filmkunstmesse Leipzig (14.09.-18.09.) u.a. mit „C'est la vie - Das Leben spielt verrückt“ am 14.

September - Kunstgalerie im Kulturhaus Leuna „Jim Avignon - The Less I know the Better“, Ausstellung vom 9. September - 13. November Autorin: Julia Ribbe

Auf teilen
Auf Facebook teilen
Facebook
X
Auf E-mail teilen
E-mail
MDR Fernsehen keyboard_arrow_right
23:40

Olafs Klub

Olafs Klub
00:25

Ladies Night

Ladies Night
01:10

Exakt

Exakt
01:40

Fakt ist! Aus Erfurt

Fakt ist! Aus Erfurt
02:40

Tierisch tierisch

Tierisch tierisch
03:05

Elefant, Tiger & Co. (660)

Elefant, Tiger & Co. (660)
03:30

Elefant, Tiger & Co. (661)

Elefant, Tiger & Co. (661)
03:55

Bilderbuch Island nonstop - Land zwischen Feuer und Eis

Bilderbuch Island nonstop - Land zwischen Feuer und Eis
04:05

MDR SACHSENSPIEGEL

MDR SACHSENSPIEGEL
04:35

MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE

MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE