at 05:45 on MDR Fernsehen
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) plant ein Bundeskompetenzzentrum für Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache. Viele Gehörlose fühlen sich vor den Kopf gestoßen.
Denn: zentrale Entscheidungen werden von hörenden Akteur*innen getroffen, während gehörlose Expert*innen und Betroffene kaum eingebunden werden.
Und: Deutsche Gebärdensprache und Leichte Sprache haben ganz unterschiedliche Grundlagen und sollten unbedingt differenziert behandelt werden. Sehen statt Hören spricht für diese Sendung auf verschiedenen Veranstaltungen mit unterschiedlichen gehörlose Expert*innen, Willkommen bei "Sehen statt Hören" - der einzigen Sendereihe in der deutschen Fernsehlandschaft, die im Bild sichtbar macht, was man sonst nur im Ton hört!
Nicht im "Off", sondern im "On" werden hier die Inhalte präsentiert - mit den visuellen Mitteln des Fernsehens, Gebärdensprache und offenen Untertiteln. Zielpublikum sind vor allem die etwa 300.000 gehörlosen, spätertaubten oder hochgradig schwerhörigen Zuschauerinnen und Zuschauern in der Bundesrepublik, die ein solches Programm benötigen, das ihren Kommunikationsbedürfnissen entspricht und ihnen optimale Verständlichkeit ermöglicht, aber auch alle anderen, die sich von den Themen und der ungewöhnlichen Machart angesprochen fühlen. In wöchentlich 30 Minuten bringt das vom BR produzierte und in allen Dritten Programmen ausgestrahlte Magazin Informationen aus allen gesellschaftlichen Bereichen, von Arbeitswelt, Familie, Freizeit, Sport über Kunst, Kultur, Bildung, Geschichte bis hin zu politischen, sozialen, rechtlichen und behindertenspezifischen Themen.