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Die Ausländerbehörde in Darmstadt galt lange als eine der schlechtesten Behörden Deutschlands. Die Bewertungen waren verheerend. Inzwischen hat sich Einiges geändert.
Und trotzdem bleibt der Job als Sachbearbeiter im Amt keiner, um den man im Freundeskreis oder von Nachbarn beneidet wird. Hier wird die Migration gesteuert.
Aufenthaltstitel werden verlängert, Arbeitserlaubnisse ausgestellt oder Menschen zur Ausreise gezwungen.
Der Film begleitet Mitarbeitende in ihrem Arbeitsalltag. In Deutschland gibt es 549 Ausländerbehörden, in denen täglich über Lebenswege entschieden wird: Wen braucht Deutschland als Fachkraft, wer soll ein humanitäres Bleiberecht bekommen, wer hat kein Bleiberecht und ist ausreisepflichtig? Der Film begleitet über ein halbes Jahr Mitarbeiter der Ausländerbehörde Darmstadt.
Im Zentrum stehen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter, deren Arbeitsalltag zwischen politischen Vorgaben, Gesetzen, gesellschaftlichem Druck und persönlichen Schicksalen eine große Herausforderung ist.
Wie bleibt man menschlich in einem System, das die strikte Anwendung immer neuer Regelungen verlangt? Lange Warteschlangen, emotionale Konflikte und strukturelle Überforderung prägen den Berufsalltag, dessen Auswirkungen oft bis ins Private reichen.
Gleichzeitig kämpfen die Mitarbeitenden gegen ein schlechtes öffentliches Image und wütende Online-Kritiken: "Egal wie nett und freundlich du bist, wirst du hier in der Ausländerbehörde Darmstadt wie Dreck behandelt." Der Film blickt hinter die Kulissen einer oft kritisierten Behörde und stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die zwischen Empathie und Gesetz entscheiden müssen, er erzählt von Überforderung, Verantwortung und der Suche nach einer Haltung in einem System, das selten einfache Antworten kennt und sich permanent verändert. Film von Manuel Möglich