Mit seinem autobiografischen Bestseller "Das Guantanamo-Tagebuch" klagte der Ex-Häftling Mohamedou Ould Slahi die menschenrechtswidrigen Methoden der US-Streitkräfte im Kampf gegen den Terror an.
Seine Geschichte wurde von Oscar-Preisträger Kevin Macdonald in einem packenden Polit-Thriller unter dem Titel "Der Mauretanier" verfilmt. In der Titelrolle zeigt Tahar Rahim eine beeindruckende Leistung als Verdächtiger, der jahrelang vergeblich auf die Chance wartet, sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen und unter Folter erzwungene Geständnisse zu widerrufen. Zwei Monate nach den Anschlägen vom 9.
September 2001 nehmen Sicherheitskräfte bei einer Familienfeier in Mauretanien den in Deutschland lebenden Mohamedou Ould Slahi (Tahar Rahim) fest.
Ein Anruf seines Cousins von Bin Ladens Satellitentelefon macht ihn zu einem der Terrorverdächtigen, nach denen die USA in der ganzen Welt suchen. Als Slahi vier Jahre später in dem berüchtigten Gefangenenlager von Guantánamo auf seine Anklage wartet, übernimmt die Menschenrechtsanwältin Nancy Hollander (Jodie Foster) seine Verteidigung. Während ihre Mitarbeiterin Teri (Shailene Woodley) den Unschuldsbeteuerungen des ebenso klugen wie humorvollen Mandanten glaubt, bewahrt die erfahrene Juristin zu ihm eine professionelle Distanz.
Nancy geht es vor allem darum, dem Unrecht von Guantánamo ein Ende zu bereiten. Ihr Gegenspieler, der Militärstaatsanwalt Stuart Couch (Benedict Cumberbatch), möchte als Freund und Kamerad eines 9/11-Opfers unbedingt einen Schuldspruch erwirken.
Zu seinem Erstaunen bekommt er jedoch - ebenso wie seine Kontrahentin - keinen Zugang zu den vermeintlich belastenden Vernehmungsprotokollen.
Als sich sein Verdacht erhärtet, dass Geständnisse auf Folter beruhen und sie nichts mit der Wahrheit zu tun haben, beginnt der Offizier, seinen Auftrag infrage zu stellen. Als juristische Gegenspieler stehen sich Jodie Foster und Benedict Cumberbatch gegenüber, die über den Fall hinaus der Glaube an Rechtsstaatlichkeit eint.