at 20:15 on Arte
In den frühen Nachkriegsjahren wird Marina, außergewöhnlich schön und verführerisch, aus menschlich unglücklichen und politisch ehemals gefährdeten bürgerlichen Verhältnissen zur Prostituierten.
Sie lernt in einem Nachtclub den heruntergekommenen Maler Alexander kennen und verliebt sich ernsthaft in ihn - er wird die "große Liebe ihres Lebens".
Leider ist der Geliebte schwerkrank, ein Tumor wuchert in seinem Gehirn.
Um Geld für eine extrem kostspielige Operation zusammenzubekommen, die ihn vielleicht retten könnte, geht Marina wieder ihrem einstigen Gewerbe nach.
Alexander wird in Wien operiert, seine Kopfschmerzen lassen zwar nach, jedoch wissen Marina und der Arzt, dass dies nur eine vorübergehende Linderung der Schmerzen bedeutet und keine Heilung.
Weil sie ihn nicht mehr leiden sehen will, erspart sie ihm die letzten Qualen und bringt ihn mit Schlaftabletten um. Marina folgt dem Geliebten freiwillig in den Tod. Der Skandalfilm der 1950er Jahre mit Hildegard Knef und Gustav Fröhlich in den Hauptrollen.
Ursprünglich wollte Regisseur Willi Forst in Marina eine moderne, sündige Maria Magdalena Geschichte inszenieren, verzichtete aber auf Anraten aus kirchlichen Kreisen auf diesen religiösen Bezug.
Ein Tabubruch wurde der Film allemal mit seiner Thematik der Sterbehilfe.
Der Doppelselbstmord und eine aus heutiger Sicht mehr als harmlose Nacktszene der Knef machten den Film damals zum großen skandalumwitterten Kassenschlager in den Kinos.