14:10: Ich kämpfe um Dich | Arte | 10/31 2026 Arte
14:10 - 15:55
5 days

Ich kämpfe um Dich

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Spielfilm USA 1945 (Spellbound)

Die junge und eher zurückhaltende Ärztin Dr. Constance Petersen arbeitet in einer Nervenklinik. Wie ihre Kollegen wartet sie gespannt auf den neuen Chefarzt, der den bisherigen Leiter der Anstalt, Dr.

Murchison, ablösen soll. Als Dr. Edwardes eintrifft, ist Constance äußerst fasziniert von ihm. Allerdings fällt ihr dessen seltsames Verhalten auf, und sie hegt den Verdacht, dass Dr.

Edwardes nicht der ist, der er vorgibt zu sein. Tatsächlich erscheint die Polizei in der Klinik und unterrichtet die Belegschaft darüber, dass der wahre Dr.

Edwardes verschwunden und wahrscheinlich Opfer eines Mordes geworden ist. Als der Tat verdächtig gilt der sich unter dem Namen Dr. Edwardes in die Klinik eingeschlichene Fremde.

Doch der ist verschwunden. Trotz seiner Flucht glaubt Dr. Constance Petersen fest an die Unschuld des Mannes, in den sie sich verliebt hat. Sie kann ihn in einem New Yorker Hotel ausfindig machen und reist mit ihm zu ihrem ehemaligen Lehrer, Dr.

Alexander Brulov. Der soll durch Psychoanalyse die blockierten Erinnerungen ihres Patienten freilegen. Und tatsächlich kehrt das Gedächtnis zurück, aber wer hat den wahren Dr.

Edwardes auf dem Gewissen? Das Drehbuch entstand nach dem Roman "The House of Dr.

Edwardes" von Francis Feedings. "Ich kämpfe um Dich" war für Alfred Hitchcock die erste seiner Hollywoodproduktionen, in der er ein durchweg amerikanisches Ambiente schuf.

Zum ersten Mal setzte er sich auch dezidiert mit Erkenntnissen der Freudschen Psychoanalyse auseinander und machte sie zum Inhalt des Films.

Produziert für 1,5 Millionen Dollar, spielte "Spellbound" fast das Vierfache seiner Kosten ein und wurde somit zu einem weiteren Triumph in Hitchcocks Hollywood-Karriere.

Dennoch zeigte sich der Altmeister mit der Endfassung nicht zufrieden, da sich während der Produktion Unstimmigkeiten mit dem Produktionsmogul David O.

Selznick ergeben hatten. Der Psychothriller besitzt vor allem zwei faszinierende Sequenzen: zum einen die beeindruckende Traumszene, für deren Konzeption der berühmte surrealistische Maler Salvador Dalí verpflichtet wurde, zum anderen die Bildfolge am Ende des Films.

Wenn Leo G.

Carroll den Revolver, der aus einem übergroßen Modell bestand, in die Hand nimmt, um sich selbst zu richten, ist in dem Moment, in dem er abdrückt, im sonst durchgehenden Schwarz-Weiß-Film ein blutroter Lichtblitz zu sehen. Filmmusikkomponist Miklós Rózsa bekam für " Ich kämpfe um Dich " 1946 einen Oscar.

Der Film erhielt weiterhin Nominierungen in den Sparten "Bester Film", "Beste Regie", "Beste männliche Nebenrolle" für Michael Chekhov, "Beste Kamera" und "Beste Spezialeffekte", für die Jack Cosgrove verantwortlich zeichnete.

Und Ingrid Bergman wurde im gleichen Jahr als beste Schauspielerin mit dem New York Film Ciritics Circle Award ausgezeichnet. Ingrid Bergman wurde 1915 in Stockholm geboren.

Nachdem sie einige Filme in Schweden gedreht hatte, bot ihr der US-amerikanische Filmproduzent David O. Selznick 1939 die Hauptrolle in dem Film "Intermezzo" an.

Im selben Jahr siedelte sie mit ihrem Mann Petter Lindström und der gemeinsamen Tochter Pia in die USA über.

Mit jedem weiteren Hollywood-Film wurde sie populärer. "Casablanca" mit Humphrey Bogart, "Wem die Stunde schlägt" mit Gary Cooper und "Das Haus der Lady Alquist" mit Joseph Cotten - für diesen Film erhielt sie ihren ersten Oscar als beste Darstellerin - wurden zu Leindwandklassikern.

Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte sie mit den drei Hitchcock-Filmen "Ich kämpfe um dich", "Berüchtigt" und "Sklavin des Herzens" (1949). Als sie dem Regisseur Roberto Rossellini, in den sie sich bei Dreharbeiten verliebt hatte, in seine Heimat folgte und dafür Mann und Kind verließ, wurde die Frau, der Amerika zu Füßen lag, zur Persona non grata.

Sie war so heftigen Angriffen von religiösen Gruppen, Frauenvereinen und Politikern ausgesetzt, dass ihre Filme in den USA sieben Jahre lang nicht gezeigt wurden.

Mit Rossellini drehte sie zwischen 1950 und 1954 fünf Filme. 1956 feierte Bergman ein glänzendes Comeback in den USA, zu dem ihr Jean Renoir mit "Weiße Margeriten" und Anatole Litvak mit "Anastasia" - der ihr den zweiten Oscar einbrachte - verhalfen.

Ein Jahr später wurde ihre Ehe mit Rossellini geschieden. Mühelos wurde sie erneut zum Publikumsliebling: "Indiskret" von Stanley Donen, "Lieben Sie Brahms?" wieder von Anatole Litvak, "Mord im Orient-Express" von Sydney Lumet, für den sie 1975 den dritten und letzten Oscar ihrer Karriere gewann, und "Herbstsonate" von Ingmar Bergman zählen zu ihren größten Erfolgen.

Nach drei Ehen - von 1958 bis 1970 war sie mit dem schwedischen Produzenten Lars Schmidt verheiratet - drei Scheidungen, vier Kindern und einer unglaublichen Karriere starb Ingrid Bergman 1982 mit 67 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens.

Posthum wurde sie mit einem Emmy Award als beste Schauspielerin für ihre Rolle der israelischen Premierministerin Golda Meir in der gleichnamigen Fernsehserie (1981) geehrt.

Der Themenabend zeigt neben einem ihrer großen Filmerfolge, dem Psychothriller "Ich kämpfe um dich", ein berührendes Porträt der Leinwanddiva.

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