21:40: Police Python 357 | Arte | 10/12 2026 Arte
21:40 - 23:40
4 Stunden

Police Python 357

at 21:40 on Arte

Spielfilm Frankreich/Deutschland 1976

Kommissar Marc Ferrot gehört zu den erfahrensten Männern der Polizei von Orléans. Eines Tages lernt der Cop Sylvia Leopardi kennen. Von der ersten Begegnung an ist Ferrot seltsam fasziniert von der jungen Frau.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre.

Doch Sylvia hat noch einen zweiten Liebhaber – Ferrots Vorgesetzten Ganay, der sie einst vor dem Gefängnis bewahrt hat. Sylvia und Ganay halten ihre Beziehung streng geheim.

Außer Ganays an den Rollstuhl gefesselter Frau Thérèse weiß niemand von der Verbindung. Als Sylvia sich von Ganay trennen will, kommt es zu einem heftigen Streit.

Wenig später trifft Ferrot in der Wohnung ein und entdeckt Sylvias Leiche. Als man ihn mit dem Fall betraut, steckt er in der Klemme.

Er muss vermeiden, dass Zeugen in ihm Sylvias Liebhaber erkennen und zugleich alles daransetzen, den wahren Täter aufzuspüren ... Mit "Police Python 357" ist Spannungs-Spezialist Alain Corneau ("Wahl der Waffen") ein außergewöhnlicher Thriller gelungen, in dem auf raffinierte Weise erzählt wird, wie ein gelassener und berufsvernarrter Kommissar sich in einem immer dynamischer werdenden Strudel aus Mord und Erpressung verliert.

Szenisch erinnert "Police Python" an Corneaus hervorragende Krimi-Groteske "Série noire", wenngleich die Figur des sensiblen Steppenwolfs Ferrot konträr zum aufgedrehten Poupart aus "Série noire" steht.

Corneau schafft es stets aufs Neue, eine Atmosphäre zu kreieren, in der das Banale mysteriöse Züge erhält und sichere Ufer zu haltlosen Abgründen werden. In seiner groß angelegten Monographie "Copland: Geschichte und Mythologie des Polizeifilms" nennt Georg Seeßlen "Police Python 357" eine "stilistische Neuerung im Genre" und konstatiert: "Es ist der melancholische Rückblick des Genres auf seinen mythischen Helden, von dem es weiß, dass er nicht mehr zu retten ist".

Auch "filmpolar" lobt "Police Pyhton 357" als einen "der beeindruckendsten Filme von Alain Corneau", in dem die "wunderbaren Bilder der Loire-Region und der Schlösser rund um Orléans mit der klaustrophoben Hatz auf Ferrot kontrastieren".

Die dissonanzreiche akustische Untermalung von "Police Python 357" brachte Georges Delerue eine César-Nominierung für die beste Filmmusik ein.

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