19:40: Re: Neues Leben für Italiens Kioske | Arte | 9/21 2026 Arte
19:40 - 20:15
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Re: Neues Leben für Italiens Kioske

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Deutschland 2026

Italiens traditionelle Zeitungskioske, sind seit jeher Orte, an denen sich Anwohner treffen, um Zeitungen zu kaufen und sich über ihren Alltag auszutauschen.

Doch in den letzten 15 Jahren sind zwei Drittel der kleinen Geschäfte verschwunden.

Die Gründe dafür liegen in der Digitalisierung des Zeitungsmarktes. Bürger kämpfen darum, verbliebene Kioske zu erhalten – mit Erfolg. Jeden Morgen vor Sonnenaufgang öffnet Carla Palmisano ihren Zeitungskiosk in Neapel.

Seit Generationen lebt ihre Familie von diesem Beruf, auch ihre Schwester betreibt nur wenige Straßen weiter einen eigenen Kiosk. Doch die kleinen Verkaufsstände verschwinden zunehmend aus dem italienischen Stadtbild.

Von einst 33.000 sind landesweit nur noch knapp 10.000 übrig geblieben.

Ursachen sind die fortschreitende Digitalisierung des Zeitungsmarktes, steigende Miet- und Instandhaltungskosten und fehlender Nachwuchs. Auch Alessandro Ghidini setzt sich für den Erhalt der Kioskkultur ein.

Obwohl er ursprünglich als Journalist arbeitete, übernahm er einen Zeitungskiosk in Mailand, um dessen Schließung zu verhindern. Die Anwohner schätzen den Laden als wichtigen Treffpunkt im Viertel.

Alessandro weiß, dass ein Kiosk heute mehr bieten muss als den Verkauf von Zeitungen. Inzwischen ist sein Geschäft ein Ort der Begegnung für Schulkinder und Nachbarn geworden.

Mit der Feier zum zweijährigen Bestehen möchte er auf die Bedeutung solcher Einrichtungen aufmerksam machen. Dass gedruckte Zeitungen auch im digitalen Zeitalter wichtig bleiben, glaubt man auch in Amatrice.

Hier besucht Priester Don regelmäßig gemeinsam mit Jugendlichen den Kiosk von Roberto Serafini, um sie für das Lesen zu begeistern. Bei dem schweren Erdbeben von 2016 verlor Roberto sowohl sein Haus als auch sein Geschäft.

Dennoch gelang es ihm, einen neuen Laden zu eröffnen.

Heute kämpft er gemeinsam mit anderen Betreibern für den Erhalt der Zeitungskioske in der abgelegenen Region. Nah dran, authentisch, echt – der Mensch im Mittelpunkt.

In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

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