01:30: Der Schein trügt | Arte | 9/11 2026 Arte
Ended

Der Schein trügt

at 01:30 on Arte

Spielfilm Serbien/Deutschland/Kroatien 2020 (Nebesa)

Die spektakuläre Geschichte von Hauptfigur Stojan ist eine in drei Episoden unterteilte Satire, in der neben scheinheiligen Heiligenscheinen auch die lange Leitung zu Gott und essbare Kunstwerke eine Rolle spielen.

Dem Regisseur gelingt nichts weniger als eine so furiose wie groteske Bestandsaufnahme des post-sozialen Europas, eine hinterlistige, äußerst kurzweilige und sehr schlaue Abrechnung mit der Macht der Bilder und der Lust an der Projektion. Stojan ist ein unbescholtener Mann, fürsorglicher Familienvater und sehr bescheiden.

Ein Kurzschluss der Glühbirne bringt ihm unverhoffte Erleuchtung: Ein Heiligenschein ziert plötzlich Stojans Haupt. Er wird zur Attraktion in der Nachbarschaft und stellt das beschauliche Leben seiner Familie auf den Kopf.

Stojans Frau Nada ist vom Trubel schnell genervt. Das Ding muss weg und eine Mütze ist bekanntlich keine Dauerlösung. Doch nachdem auch gründliches Haarewaschen nichts bringt, verdonnert sie ihren Mann zu einem ausgiebigen Curriculum in Sachen Sünde.

Ein bisschen Völlerei hier, ein wenig Ehebruch dort. Von derlei Tricksereien lässt sich der edle Nimbus nicht beeindrucken. Stojan ackert sich durch alle Todsünden - und findet schließlich Gefallen an der Grausamkeit.

Und nicht nur er. Je herzloser Stojan seinen Vorteil ausnutzt, umso bereitwilliger wird er von den Nachbarn als moralische Instanz akzeptiert.

Es stellt sich heraus: Der schöne Schein überstrahlt auch noch den schlimmsten Frevel. „Das exzellente Schauspiel-Ensemble und eine virtuose Bildsprache prägen den Film wesentlich.

Viele Momente begeistern mit geradezu versponnen anmutender Fabulierlust, andere mit derbem Humor und einige mit wohltuender Lebensweisheit.“ (Nürnberger Zeitung) Der 1963 geborene Srdjan Dragojevic schloss zunächst ein Psychologiestudium ab, bevor er 1987 ein Regiestudium an der Belgrader Universität der Künste aufnahm.

Auch hatte er bereits erfolgreich Gedichte veröffentlicht, als ab Anfang der 1990er Jahre seine ersten Filme herauskamen.

Unter anderem mit „Die Parade“ gewann er zahlreiche Preise, allein auf der Berlinale 2012 den Panorama-Publikumspreis, den Preis der Ökumenischen Jury und den Leserpreis der Zeitschrift Siegessäule.

Auf teilen
Auf Facebook teilen
Facebook
X
Auf E-mail teilen
E-mail
Arte keyboard_arrow_right
14:00

Nackt unter Wölfen

Nackt unter Wölfen
16:20

Kenia - Dem Regen hinterher (1/4)

Kenia - Dem Regen hinterher (1/4)
17:05

Kenia - Dem Regen hinterher (2/4)

Kenia - Dem Regen hinterher (2/4)
17:50

Beachtliche Bauten und ihre wilden Nachbarn

Beachtliche Bauten und ihre wilden Nachbarn
18:35

Beachtliche Stätten und ihre wilden Nachbarn

Beachtliche Stätten und ihre wilden Nachbarn
19:20

ARTE Journal

ARTE Journal
19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Mit offenen Karten - Im Fokus
19:40

Re: Nach dem Erdbeben - Die Überlebenden von Antakya

Re: Nach dem Erdbeben - Die Überlebenden von Antakya
20:15

Mord im Mittsommer

Mord im Mittsommer
21:45

AC/DC - Forever Young

AC/DC - Forever Young
22:40

AC/DC

AC/DC
00:35

Alles ist gutgegangen

Alles ist gutgegangen
02:25

Die schwarzen Schmetterlinge (2/6)

Die schwarzen Schmetterlinge (2/6)
03:20

Mit offenen Karten

Mit offenen Karten
03:36

50 Shades of Greek

50 Shades of Greek
03:40

28 Minuten

28 Minuten
04:30

Athleticus

Athleticus