17:40: ARTE Reportage | Arte | 8/22 2026 Arte
17:40 - 18:35
4 Stunden

ARTE Reportage

at 17:40 on Arte

Afghanistan / Libanon

Themen: * Afghanistan: Am 15. August 2021 eroberten die Taliban zum zweiten Mal Kabul und das ganze Land.

Seitdem entzogen sie den Frauen alle Rechte, die sie bis dahin hatten: Sie dürfen nicht mehr allein das Haus verlassen, sich frei äußern, lachen, studieren, arbeiten. * Libanon: Zwei Wochen drehten Reporterinnen in einem der gefährlichsten Gebiete des Libanon: dem Grenzstreifen. * Afghanistan: Sie schikanieren Ärztinnen In Kabul fährt jeden Morgen ein Bus mit Frauen los.

An Bord sind Ärztinnen, Hebammen, Krankenschwestern. Sie bewegen sich als Gruppe, begleitet von einem vom Regime vorgeschriebenen Fahrer.

Allein dürfen sie das nicht. Fünf Jahre nach der Rückkehr der Taliban an die Macht sind diese medizinischen Fachkräfte die letzte Verbindung zwischen den afghanischen Frauen und der Außenwelt.

Seit 2021 verloren 80 Prozent der berufstätigen Frauen ihren Arbeitsplatz. Der Zugang zu Bildung ist ihnen verwehrt. Im öffentlichen Raum darf ihre Stimme nicht mehr gehört werden.

Doch in diesem Land, in dem Kultur und Religion vorschreiben, dass eine Frau nur von einer Frau behandelt werden darf, stehen die Taliban vor einem Problem: Sie brauchen diese Frauen.

Also dürfen sie unter strengen Auflagen und ständiger Überwachung weiterarbeiten – bis zum nächsten Erlass. Mélanie Nunes traf die letzten Pflegekräfte, die in Kabul noch ihren Beruf ausüben dürfen.

Sie erzählen von Selbstmorden, von der Müttersterblichkeit, von der Verheiratung von Minderjährigen unter Zwang und von Depressionen.

Sie versuchen zu helfen, obwohl es keine Hoffnung mehr gibt… * Libanon: Noch Zivilisten nahe der Front Eine exklusive Reportage in Zusammenarbeit mit der Zeitung "L’Orient Le Jour".

Die Reporterinnen Lucile Wassermann und Lyana Alameddine fuhren durch die von aller Welt abgeschnittene Region. Die Bomben der israelischen Armee verwandelten das Land hier in ein riesiges Trümmerfeld.

Nach Dutzenden Kilometern Fahrt erreichten sie die kleine Gemeinde Aïn Ebel, eines der wenigen noch bewohnten christlichen Dörfer im Südlibanon, eingeklemmt zwischen den israelischen Streitkräften und der Hisbollah.

Fast tausend Einwohner entschieden sich, trotz alledem in Aïn Ebel zu bleiben.

Das Dorf hängt von humanitärer Hilfe ab, die Menschen hier überleben nur dank seltener Versorgungskonvois, die erst nach schier endlosen militärischen Genehmigungsverfahren passieren dürfen.

Dann trat das ein, was das Dorf am meisten befürchtet hatte: Die Verschärfung der Kämpfe schneidet alle Zufahrtsstraßen ab, totale Blockade. Selbst Kranke in kritischem Zustand können nicht mehr evakuiert werden.

Eine Reportage über den Krieg und das Leben: Die Geschichte von Menschen, die versuchen, dem Schlimmsten die Stirn zu bieten.

Die versuchen müssen mit der Gefahr zu leben, über ihre unlösbaren moralischen Konflikte, über die tiefe Verbundenheit mit einem Land im Chaos des Krieges und über ihre Not, die Kinder so aufwachsen zu sehen.

Was heißt das, zu bleiben, obwohl alles zur Flucht drängt? Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen: "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

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