22:20: Terence Hill: Pazifist und Cowboy | Arte | 7/27 2026 Arte
22:20 - 23:10
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Terence Hill: Pazifist und Cowboy

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Pazifist und Cowboy

Terence Hill - mit bürgerlichem Namen Mario Matteo Girotti - sagt von sich, dass er drei Sprachen spricht, aber keine richtig. Was ein Ausdruck seiner Bescheidenheit ist und sicher tiefgestapelt.

Er ist ein Kosmopolit - und passend dazu besitzt er drei Pässe, einen italienischen, einen amerikanischen und einen deutschen.

Die meisten verbinden mit Terence Hill die Italo-Western und Prügelfilme, die er zusammen mit Bud Spencer gedreht hat. Dabei sind dies "nur" 17 Filme: fast alle Komödien, Familienfilme ohne größeren Tiefgang, aber mit klaren Werten.

Sein Lebenswerk ist indes viel größer: In über 300 Filmen und Serien stand er als Schauspieler vor der Kamera.

Seine schauspielerische Bandbreite reicht von seiner Rolle in Viscontis Verfilmung "Der Leopard" über seine Priesterrolle in "Don Camillo" bis hin zu jenen in den Serien "Don Matteo" und "Die Bergpolizei - Ganz nah am Himmel". Er ist unbestritten ein Weltstar und doch weiß man wenig über ihn.

Terence Hill verabscheut Gewalt, ist gläubiger Christ und als solcher liebt und schätzt er die Natur. Und er passt einfach in keine Schublade. Seit über 50 Jahren ist der Leinwand-Frauenschwarm mit ein und derselben Frau verheiratet.

Der Western-Cowboy, der atemberaubend schnell seinen Colt schwingt, hasst Waffen und ist ein erklärter Pazifist. So leicht und souverän er in vielen Rollen auftritt: Der Mensch Terence Hill ist eher zurückhaltend, ja fast schüchtern und mag nichts weniger, als im Rampenlicht zu stehen.

Und er hat viele Jahre immer wieder daran gezweifelt, ob Schauspielerei der richtige Beruf für ihn ist.

Es sind vor allem diese Gegensätze, die den Künstler ungewöhnlich und einzigartig machen. Das Porträt kehrt an die wichtigsten Stationen und Orte seines Lebens zurück, die den Menschen und Künstler geprägt haben.

Rom, Lommatzsch, Gubbio, die Wüste von Tabernas in Spanien und Stockbridge in Massachusetts sind Schlüsselorte. Zu Wort kommen Freunde, Kollegen, Wegbegleiter und Fans.

Aus ihren Erzählungen, den heutigen Orten und Filmausschnitten entsteht ein facettenreiches Mosaik, das sich zu einem erstaunlichen, überraschenden und beeindruckenden Bild des Menschen Terence Hill verdichtet. Terence Hill kennen die meisten Menschen als wortgewandten, schlitzohrigen Filmpartner von Bud Spencer.

Die Actionkomödien des Filmduos haben einen Mythos begründet, der bis heute Millionen Menschen weltweit begeistert. Aber der Privatmensch Terence Hill ist das Gegenteil von dem, was er in diesen Rollen verkörpert.

Bescheiden, öffentlichkeitsscheu und geprägt von festen, christlichen Werten. Die Dokumentation folgt dem wechselvollen, von Schicksalsschlägen begleiteten Werdegang des Schauspielers und Filmemachers.

Zu Wort kommen Wegbegleiter, Freunde und Kollegen von Terence Hill, die ein intensives und erstaunliches Bild von einem Menschen zeichnen, von dem sein Biograf Ulf Lüdeke sagt: "Ich kenne niemanden, der ein schlechtes Wort über Terence Hill verloren hat." Ein Film von Reinhard Joksch

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