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00:40 - 02:15
4 Stunden

Die Welt braucht mehr Zauberer

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Mare's Nest

Mit "Die Welt braucht mehr Zauberer" legt der Brite Ben Rivers einen Dokumentarfilm vor, der den Fragen nach dem Wesen des Daseins und dem Ende der Zeit nachspürt.

Sein Werk beruht auf dem Theaterstück "The Word for Snow" des amerikanischen Schriftstellers Don DeLillo, einem Einakter aus dem Jahr 2007 zum Thema Klimakrise. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms steht das Mädchen Moon (Moon Guo Barker), das durch eine eigentümliche, nur von Kindern bewohnte Welt irrt.

Erwachsene gibt es nicht mehr, und die Bauwerke verfallen langsam. Die Kinder wirken trotz ihres jungen Alters erstaunlich klug und reif. Sie sprechen, als hätten sie bereits tausend Leben gelebt, und erzählen von einer anderen Erde aus früherer Zeit.

Sie gleichen lebenden Archiven, die Erinnerungen und Wissen aus der Vergangenheit bewahren.

Als einzige Überlebende der Klima-Apokalypse haben sie ihre Welt verloren, gleichzeitig an Weitblick gewonnen. Moons Reise beginnt mit der Flucht aus einem verunglückten Auto und endet mit dem Aufbruch in die Zukunft am Steuer eines anderen Fahrzeugs. Während der Reise begegnet Moon in traumartigen, von Staunen und Fantasie geprägten Szenen immer wieder anderen Kindern. Ein Zusammentreffen mit drei Schwestern erinnert unweigerlich an die drei Hexen, die in Shakespeares "Macbeth" Ehrgeiz und Machtgier im Geiste des zunehmend dem Wahn verfallenden Königs keimen lassen. "Die Welt braucht mehr Zauberer" ist ein filmisches Kleinod, in dem Ben Rivers seinen Ideen nicht auf abstrakte, sondern auf poetische und zutiefst menschliche Weise Ausdruck verleiht.

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