at 20:15 on Arte
Vittoria lebt in Rom und arbeitet als Übersetzerin. Nach einer Nacht voller Streit beendet sie die langjährige Ehe mit ihrem Mann Riccardo. Als Vittoria ihre Mutter, eine Spekulantin an der Börse, besuchen möchte, trifft sie auf Piero.
Piero ist ein ehrgeiziger und erfolgreicher Börsenmakler, ist ledig und findet Gefallen an der gut aussehenden Vittoria.
Beide treibt ein Gefühl der Ziellosigkeit umher und beide tragen ein Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit in sich. Es scheint ganz so, dass der Zufall es gut mit ihnen meint.
Vittoria und Piero verabreden sich von nun an regelmäßig, doch trotz gegenseitiger Anziehung scheint ein wichtiges Element zu fehlen, das ihre Beziehung vorantreiben könnte.
Vittoria wendet sich regelmäßig enttäuscht ab, sobald Piero versucht, ihr näher zu kommen.
Piero seinerseits versteht es nicht, ein wahres Interesse für Vittoria zu entwickeln, zu sehr treibt ihn seine größte Sorge um: Geld, Anlagen und Aktien.
Doch Piero möchte Vittoria nicht so schnell aufgeben und wirbt hartnäckig um ihre Liebe. Mit der Zeit gibt Vittoria nach und lässt ihn näher in ihr Leben treten.
Doch die Liebesbeziehung scheint trotz aller Bemühungen zu scheitern. "Liebe 1962" (L'Eclisse) ist der letzte Teil einer Trilogie des Regisseurs Michelangelo Antonioni - nach "Die mit der Liebe spielen" (L'Avventura, 1960) und "Die Nacht" (La Notte, 1961).
Alle drei Werke behandeln das Problem innerer Entfremdung und Zerrissenheit der Protagonisten und sind durchweg in höheren Gesellschaftsschichten situiert. "Liebe 1962" wurde bei den Filmfestspielen in Cannes 1962 mit dem Prix du Jury ausgezeichnet.
ARTE zeigt "Liebe 1962" anlässlich der Antonioni-Ausstellung in der Cinémathèque Française und zum ersten Mal in der italienischen Originalfassung; die deutsche sowie die französische Synchronfassung sind deutlich gekürzt.