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Berlin Alexanderplatz - Ein Roman wird Oper

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Deutschland 2021

„Berlin Alexanderplatz“ ist der bedeutendste deutsche Großstadtroman des 20. Jahrhunderts.

Autor Alfred Döblin setzt damit dem mythischen „Babylon Berlin“ ein Denkmal und entwirft ein authentisches Bild der 20er Jahre mit ihren gesellschaftlichen Umbrüchen, wachsender Kriminalität und einem sexuell aufgeladenen Lebensstil.

Fast hundert Jahre nach seinem Erscheinen wird aus Döblins Bestseller eine Oper, die den Sound der Roaring Twenties und die tragische Liebes- und Mordgeschichte des Romans in einer ebenso außergewöhnlichen wie aufwendigen Produktion auf die Musiktheaterbühne in bringt. Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ erscheint 1929 - neben „Ulysses“ von James Joyce der unübertroffene europäische Großstadtroman des 20. Jahrhunderts. Über Nacht wird Döblin weltberühmt, sein Roman im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehrfach verfilmt, unter anderem in einer großangelegten Fernsehserie von Rainer Werner Fassbinder.

Doch an eine Oper wagt sich lange niemand, obwohl der Roman selbst bekannt dafür ist, den Sound des schon damals sehr umtriebigen „Babylon Berlin“ lautmalerisch exakt eingefangen zu haben. 2022 brachte das Theater Bielefeld „Berlin Alexanderplatz“ als Welturaufführung auf die Musiktheaterbühne.

Endlich wurde aus der Text- und Klangwelt des Romans eine Oper: Schriftstellerin Christiane Neudecker erstellte aus dem polyphonen Roman das Libretto.

Die Musik stammt von den Brüdern Vivan und Ketan Bhatti, bekannt für Theatermusiken und Opern vom Schauspiel Köln bis zur Deutschen Oper Berlin mit Autoren und Regisseuren wie Feridun Zaimoglu, Roland Schimmelpfennig und Nuran David Calis. Der Dokumentarfilm von Axel Fuhrmann taucht ein in die Entstehungszeit des Romans.

Er erzählt seine Entwicklung entlang der Geschichte und der Biografie Döblins und lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer teilhaben am Entstehungsprozess einer außergewöhnlichen und spartenübergreifenden Operninszenierung mit Schauspiel und Tanz.

Die Hauptrolle des Antihelden Franz Biberkopf übernahm Bariton Evgueniy Alexiev, Regie führte Wolfgang Nägele. Dirigentin Anne Hinrichsen leitete Sängerensemble, Bielefelder Philharmoniker und Bielefelder Opernchor.

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