Die Schifffahrtsindustrie steht unter Druck: Sie ist für rund drei Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen verantwortlich und soll bis 2050 klimaneutral werden.
Um dieses Ziel zu erreichen, rückt Windkraft in den Fokus. Derzeit läuft auf den Weltmeeren ein bemerkenswertes Experiment: Es geht um die bestmögliche Nutzung der Windenergie.
Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit startete 2020 in Frankreich der erste moderne Frachtsegler - mit Erfolg.
2024 war das Jahr des modernen Frachtsegelns: Die 81 Meter lange "Anemos" - das derzeit weltweit größte Frachtschiff mit Segelantrieb - lief in Frankreich vom Stapel.
Auch der Inselfrachter "Juren AE" für die Marshallinseln, entwickelt von der Hochschule Emden/Leer, liefert den Beweis für eine emissionsfreie Schifffahrt. Technisch orientieren sich diese Schiffe an den Hightech-Rennjachten von Segelprofis wie Isabelle Joschke und Boris Herrmann.
Carbonmasten, optimierte Rümpfe und digitales Wetterrouting ermöglichen schnelle, sichere und effiziente Reisen.
Die daraus gewonnenen Innovationen sind richtungsweisend - ganz wie in der Autoindustrie, wo Rennsporttechnologien in Serienfahrzeuge einfließen. Frachtsegler zeigen auf hoher See inzwischen: Es gibt keine Alternative zum Wind, wenn die Schifffahrt klimaneutral werden soll.