Die Triaden entstanden im 17. Jahrhundert als Geheimbünde und entwickelten sich nach und nach zu kriminellen Organisationen.
Dabei kam ihnen die westliche Kolonialisierung sehr gelegen: Nach den Opiumkriegen gelangten sie durch den Drogenhandel zu so viel Reichtum und Macht, dass sie auf die Gründung der chinesischen Republik Einfluss nehmen konnten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg unter Machthaber Mao Tsetung waren die Triaden dazu gezwungen, das Land zu verlassen. Unterschlupf fanden sie im benachbarten Taiwan und Hongkong - und erlebten dort fette Jahre ... Die Triaden, die Mitte des 17.
Jahrhunderts nach dem Aufstieg der Mandschu-Dynastie entstanden, schufen sich einen Mythos als Kämpfer gegen die Feinde Chinas.
Opportunistisch und gewissenlos schlugen sie sich jedoch mal auf die eine, mal auf die andere Seite und stellten sich sowohl in den Dienst der chinesischen Nationalisten als auch der französischen und britischen Kolonialherren.
Nach der Machtübernahme Maos 1949 mussten die Triaden das chinesische Festland verlassen und ließen sich im angrenzenden Hongkong sowie in Macau und Taiwan nieder, wo ihre dunklen Geschäfte florierten. In Taiwan wurden sie zum bewaffneten Arm der nationalistischen Machthaber, bevor sie zu deren Sturz beitrugen.
In Hongkong nutzten die Triaden die Notsituation der Flüchtlinge aus, die vor Elend und Unterdrückung aus China geflohen waren, um neue Mitglieder zu rekrutieren.
Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Hongkongs in den darauffolgenden Jahrzehnten boten sich ihnen immer mehr Möglichkeiten: Sie manipulierten Immobilienmärkte, kauften Unternehmen auf und schmuggelten Waren im großen Stil. Eine Vorgehensweise, die schon bald nicht mehr nur auf Hongkong beschränkt war, denn die Triaden weiteten ihren Einfluss allmählich nach Nordamerika und Europa aus.
Mit dem Anwachsen der chinesischen Diaspora entfalteten sie ihre kriminellen Machenschaften auch in den dortigen Chinatowns. Mitglieder der größten Triaden in Hongkong und Taiwan, aber auch Ermittler der Polizei und Historiker berichten in der Dokumentation von den Anfängen des chinesischen organisierten Verbrechens und von dessen Aufstieg.
Die erste Folge führt in die schummrigen Gassen von Taipeh und Hongkong, wo Handel jeder Art, Machtspiele mit den Kolonialbehörden, der Aufstieg neuer Bosse oder Bandenkriege zwischen den Triaden den Alltag der Unterwelt bestimmen.