08:20: Sundarbans, im Reich der Königstiger | Arte | 1/25 2026 Arte
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Sundarbans, im Reich der Königstiger « at 08:20 on Arte

Frankreich 2023

In den Mangrovenwäldern der Sundarbans zwischen Indien und Bangladesch versetzen Bengaltiger die Menschen bis heute in Angst und Schrecken. Immer häufiger kommt es zu mitunter tödlichen Angriffen auf Fischer, die in den dortigen Sümpfen auf Fang gehen.

Durch den Anstieg des Meeresspiegels hat sich das Territorium der Raubkatzen verkleinert, sodass Begegnungen immer häufiger werden. Die Frauen, die ihre Männer durch einen Tigerangriff verloren haben, galten lange Zeit als verflucht und wurden verstoßen.

Zoologen und Umweltschützer bemühen sich um die Erhaltung der verrufenen Tiger, die mittlerweile vom Aussterben bedroht sind. In den Sundarbans befinden sich die größten Mangrovenwälder der Erde.

In diesen abgelegenen Sumpfgebieten versorgen sich Honigsammler und Fischer aus den umliegenden Dörfern seit Urzeiten mit überlebenswichtigen Ressourcen.

Unter Lebensgefahr - denn in den Sundarbans lebt auch der Bengaltiger, eine der größten Raubkatze der Welt. Immer wieder kommt es zu tödlichen Zusammentreffen zwischen Raubtier und Mensch.

Sonamoni, Kushalya und Buli sind drei Frauen, deren Männer nicht aus den Sundarbans zurückgekehrt sind. Die „Tigerwitwen“ wurden aus ihrer Gemeinschaft verstoßen, weil die abergläubischen Dorfbewohner fürchteten, sie würden Unglück bringen.

Sonamoni, die älteste von ihnen, hatte lange unter der Ächtung zu leiden, bis sie einen zweiten Ehemann fand. Doch auch er ließ sein Leben in den Klauen des Tigers.

Zum Glück für einige der jüngeren Witwen verliert sich der Aberglaube allmählich. Buli, die mit 27 Jahren ihren Mann verlor, erhielt Unterstützung von Nachbarn und Verwandten.

Die junge Kushalya, die nach dem Tod ihres Mannes völlig mittellos war, musste notgedrungen selbst in den Mangroven fischen gehen und sich der Gefahr eines Tigerangriffs aussetzen.

Der Zoologe Aziz begibt sich regelmäßig in die Mangrovenwälder und bemüht sich darum, Tierschutz und Sicherheit der Bewohner miteinander zu vereinbaren.

Um den vom Aussterben bedrohten Bengaltiger zu schützen, führt er Zählungen durch und setzt sich für den Erhalt eines der letzten natürlichen Lebensräume der Großkatze ein.

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