at 07:55 on Arte
Sie ist die Königin der Musikindustrie, des Broadways und des New Hollywood: Barbra Streisand. Die letzte große "American Songbook"-Diva hat viele Künstlerinnen nach ihr wie Madonna, Beyoncé oder Lady Gaga geprägt.
Als perfektionistisches Multitalent steht sie in der Tradition der singenden, tanzenden und schauspielenden Hollywoodstars. Barbara Joan Streisand kommt am 24.
April 1942 in New York zur Welt. Ihr Vater, ein jüdischer Lehrer, stirbt 15 Monate nach ihrer Geburt.
Nachdem sie versucht hat, als Sängerin in New Yorker Nachtclubs Fuß zu fassen, bekommt sie mit 19 ihre erste Rolle im Broadway-Musical "I Can Get It for You Wholesale".
Mit 21 veröffentlicht sie ihr erstes Studioalbum - "The Barbra Streisand Album". Auch im Filmgeschäft kann sie beispiellose Erfolge feiern: Filmmusicals wie "Hello, Dolly!", Screwball-Komödien wie "Is' was, Doc?" und Dramen wie "So wie wir waren" werden dank ihr zu großen Publikumserfolgen.
Mit eigenen Regiearbeiten wie "Yentl" und "Der Herr der Gezeiten" etabliert sich Streisand als Regisseurin auch hinter der Kamera.
Mit ihrer Mezzosopran-Stimme und ihrem Aussehen, das nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, schreibt sie ein ganz eigenes Kapitel in der Unterhaltungsgeschichte.
Streisand verkörpert eine neue Art von Attraktivität und vor allem ein neues Bild des weiblichen Stars: frei, unangepasst und stark. Damit ebnet sie den Weg für die Künstlerinnen der Girl-Power-Bewegung.
Barbra Streisand gehört heute längst zu den etablierten Größen des amerikanischen Showbiz: Als sie ein junges Mädchen war, meinten ihre Mutter und ihr Stiefvater, sie sei nicht hübsch genug für die Bühne.
Doch sie ließ sich nicht beirren und setzte sich auch später in einer Männerdomäne durch. Ihre Großmutter nannte sie wegen ihres Dickkopfs schon als Kind "farbrent", was auf Jiddisch so viel wie "brennend" bedeutet.
Die Bilanz sind mehr als 60 Alben, 20 Filme als Schauspielerin, drei Spielfilme als Regisseurin und unzählige Shows in der ganzen Welt. Der Dokumentarfilm verfolgt ihren Lebensweg bis zum Höhepunkt ihrer Karriere in den 80er Jahren, als Barbra Streisand zum ersten weiblichen Megastar wird.
Er beleuchtet den Werdegang einer Ikone, die sich bis heute für die Rechte von Frauen und Homosexuellen einsetzt. Film von Nicolas Maupied * Schwerpunkt: Festival de Cannes 2026 Anlässlich der 79.
Internationalen Filmfestspiele von Cannes zeigt ARTE vom 6. bis 27. Mai einen Programmschwerpunkt mit Filmen, die auf der Croisette uraufgeführt wurden, im Wettbewerb liefen oder dort ausgezeichnet wurden.
Die Auswahl vereint preisgekrönte Werke des internationalen Autorenkinos.
Einer der großen europäischen Regisseure, Pedro Almodóvar, steht im Fokus: Sein autobiografisches Drama "Leid und Herrlichkeit" über einen alternden Regisseur, der sich seiner Vergangenheit stellt, eröffnet den Schwerpunkt.
Außerdem: "High Heels - Die Waffen einer Frau" sowie die Dokumentation "Antonio Banderas/Pedro Almodóvar - Der Meister und seine Muse".
Politische und gesellschaftliche Themen greifen mehrere Filme auf: Marco Bellocchios "Die Bologna-Entführung" erzählt die wahre Geschichte eines jüdischen Jungen, der im 19.
Jahrhundert von Behörden des katholischen Kirchenstaats seiner Familie entrissen wird. Claire Denis' "Stars at Noon" folgt einer US-Journalistin, die unter staatlicher Beobachtung in Nicaragua festsitzt.
Psychologische Dramen prägen ebenfalls das Programm: Lukas Dhonts "Close" schildert die fragile Freundschaft zweier Jungen, während Mohammad Rasoulofs "Die Saat des heiligen Feigenbaums" die Auswirkungen politischer Spannungen auf eine iranische Familie zeigt.
Historische und gesellschaftliche Konflikte stehen zudem im Zentrum von Cédric Kahns "Der Goldman-Prozess", Paul Verhoevens "Benedetta" und Sandhya Suris "Santosh".
Die Dokumentation "Barbra Streisand - Geburt einer Diva" schildert die Karriere des Weltstars, angefangen bei den frühen Jahren in Hollywood bis hin zu ihrem politischen Engagement für Frauenrechte. Die Sondersendung "Kurzschluss - Festival von Cannes" zeigt eine Auswahl von preisgekrönten Kurzfilmen mit Porträts, Drehberichten und spannenden Interviews anlässlich des Festivals von Cannes.